Thema für TestDaF – Bildung

Bildung in Deutschland

1.1. Das Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland
In Deutschland gehen die Kinder im Alter von 6 Jahren zur Schule. Es besteht
Schulpflicht vom 6. bis 18. Lebensjahr. Schulpflicht bedeutet, dass die Kinder und
Jugendlichen eine Schule besuchen müssen.
Vier Jahre lang besuchen alle Kinder die Grundschule. Danach können die Schüler
zwischen verschiedenen Schultypen wählen. Sie haben die Wahl zwischen
Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule. Die Wahl der schule hängt
von den Interessen und Fähigkeiten der Schüler ab. Die Kinder treffen die Wahl
natürlich nicht allein, sondern zusammen mit ihren Eltern und Lehrern. Nach der
Hauptschule bzw. der Realschule folgt der Besuch der Berufsschule.
Das Schulsystem ist Sache der Länder, d.h. die einzelnen Bundesländer entscheiden
selbständig über ihre Schulen. Aber die Länder arbeiten zusammen, um die
Einheitlichkeit des Schulsystem in der Bundesrepublik zu gewährleisten.

1.2. Allgemeinbildung und Berufsausbildung
In den allgemeinbildenden Schulen erwirbt man das Wissen, das Menschen dieses
Kulturkreises brauchen. Es umfasst die Kenntnis der eigenen
Sprache, fremdsprachliche Kenntnisse, Kenntnisse in Mathematik und in den
Naturwissenschaften, in Geschichte, Sozialkunde, Religion, Literatur,
Philosophie, Kunst und Musik. Das Fach Sport dient der körperlichen
Ertüchtigung. Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule sind
allgemeinbildende Schulen. Diese Schulen vermitteln kein spezielles Fachwissen, aber sie bereiten für bestimmte Berufsziele vor.

Die Kinder, die die Hauptschule besuchen, erlernen danach meist einen praktischen
Beruf. Sie lassen sich zum Facharbeiter ausbilden oder erlernen ein Handwerk. Sie
machen eine Lehre in einem Betrieb und besuchen daneben die Berufsschule. Man
nennt diese Ausbildung das duale System.

Die Realschule bildet Schüler aus, die einen Beruf in der Verwaltung, im Büro oder in
der Bank anstreben. Auch die Schüler mit Realschulabschluss müssen die
Berufsschule besuchen, während sie einen Beruf erlernen.
Das Gymnasium führt zum Abitur. Das Abitur ist die Voraussetzung für ein Studium
an einer Universität.


1.3. Das Hochschulstudium in Deutschland
In Deutschland gibt es eine große Zahl von Studentinnen und Studenten. In manchen Fächern gibt es mehr Studienbewerberinnen und Studienbewerber als Studienplätze. Daher hat man eine Zulassungsbeschränkung eingeführt, den so genannten Numerus Clausus. Wenn man in den Numerus-klausus-Fächern einen Studienplatz erhalten will, braucht man sehr gute Abiturnoten, oder man muss längere Zeit warten.
Im Allgemeinen muss man an deutschen Hochschulen keine Studiengebühren bezahlen. Das Geld, das die Studierenden zum Leben brauchen, bekommen sie von ihren Eltern, oder sie verdienen es selbst. Zahlreiche Studierende arbeiten in den Ferien oder sogar während des Semesters. Bedürftige Studierende können Hilfe vom Staat bekommen. Sie erhalten ein Darlehen, das so genannte Bafög. Dieses Geld müssen sie nach dem Studium, wenn sie eine Arbeit haben, zurückzahlen.

Weil die Studienzeiten in Deutschland zu lang sind, will man jetzt Regelstudienzeiten einführen. Dann müssen die Studierenden in der Regel innerhalb einer bestimmten Zeit ihr Studium abschließen.

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