“Freundschaft, das ist wie Heimat”

B1-B2 Themen

Kirsten (46), die in ihrem Leben oft umgezogen ist, kann diesem Zitat von Tucholsky nur zustimmen. Sie ist Ärztin, verheiratet und hat drei Söhne. Sie wohnt seit vielen Jahren in Hannover, hat aber schon in Afrika, auf den Malediven, und in Amerika gelebt und gearbeitet. Kirsten berichtet, was Freundschaft für sie bedeutet und wie sie mit ihrem großen Freundeskreis in Kontakt bleibt.

Wie groß ist dein Freundeskreis?
“Mein Freundeskreis besteht aus, na – sagen wir: 40 Menschen.”
Wie viele davon gehören zu deinen guten und wie viele zu den besten Freundinnen?
“Beste Freundin gibt es nur eine, sehr gute Freunde und –innen das sind etwa 20 Menschen und der Rest sind gute Freunde.”

Was machst du gemeinsam mit deinen Freunden?
“Mit meiner besten Freundin telefoniere ich stundenlang, ab und zu trinken wir Tee zusammen oder kochen. Mit einigen meiner Freunde fahren wir ins Wochenende zum Wandern oder machen auch mal eine Städtetour. Diesen Sommer waren wir mit einer befreundeten Familie in Dänemark im Urlaub. Am schönsten sind für mich gemeinsame Treffen mit Freundinnen zum Reden, Lachen und Erlebnisse teilen. Mit einer Freundin laufe ich drei Mal in der Woche.”
Was bedeutet für dich “Freundschaft”?
“Für einander da sein. Ein Freund sagt mir auch mal eine Wahrheit, die ich nicht hören möchte, steht zu mir, wenn andere sich abwenden. Ein Freund ist jemand, dem ich vertrauen kann und dem ich auch meine Schwächen zeigen kann. Mit einem Freund kann ich lachen und weinen.”

Kirsten hat Thea, Marion und Gesine schon vor vielen Jahren auf der Insel Langeoog kennengelernt. Sie sind Kolleginnen: Alle vier sind von Beruf Ärztin und sie treffen sich jedes Jahr im Mai für eine Woche auf der Nordseeinsel, um an einem Seminar für Mediziner teilzunehmen.
Kann man mit Freunden alles besprechen, oder gibt es Themen, die man besser nicht anspricht?
“Mit meiner besten Freundin kann ich alles, wirklich alles, besprechen, ansonsten gibt es für mich für bestimmte Situationen „Experten“-Freunde. Zum Beispiel habe ich eine Freundin, die Lehrerin ist, und mit ihr bespreche ich Schulfragen, die meine Kinder betreffen.”
Hast du noch Freunde aus der Kindheit und Schulzeit?
“Ich habe eine Freundin, mit der ich seit der 5. Klasse in die Schule gegangen bin. Mit ihr treffe ich mich etwa zwei bis drei Mal im Jahr und es ist immer so, als ob wir dazwischen keine Pausen gehabt hätten.”
Hast du Freunde im Ausland?
“Wir haben sechs Monate in Charlottesville in Amerika gelebt und dort viele nette Menschen kennengelernt. Mit drei Familien halten wir seitdem regelmäßigen Kontakt und pflegen die Freundschaft trotz Zeitverschiebung und vielen Kilometern, die uns trennen. In Ellensburg (Washington State), wohnt Carin, die ich nun seit 30 Jahren kenne. Wir haben uns nur fünf Mal im Leben getroffen, aber sie ist ein sehr besonderer Mensch in meinem Leben.”
Was machst du, um mit deinen Freunden in Kontakt zu bleiben?
“Die Priorität für Freunde ist ganz weit oben, das heißt: ich nehme mir immer die Zeit für meine Freunde und bemühe mich, meine Freunde nicht aus den Augen zu verlieren. Das wichtigste Hilfsmittel ist das Telefon, aber auch Facebook, e-mails helfen, um in Kontakt zu bleiben. Ich könnte mir ein Leben ohne meine Freunde nicht vorstellen!”

Übungen

Was ist richtig? Kreuzen Sie an

1.Das Zitat von Tucholsky passt Kerstin, weil sie im Ausland gearbeitet und gelebt hat und die Freundschaft hoch schätzt 

2.Kerstin hat 40 beste Freunde 

3.Mit einigen Freunden reist sie gerne ins Ausland 

4.Kerstin hält für wichtig, wenn sie ihrem Freund vertrauen kann 

5.Mit einer Freundin bespricht sie die Fragen der Schulaufgaben, weil sie Kinder im gleichen Alter haben 

6.Kerstin hat den Kontakt mit ihren amerikanischen Freunden verloren

Ergänzen Sie die Sätze im Sinne des gelesenen Textes

1.Kerstin mag in ihrer Freizeit zusammen mit ihren Freunden ………………………

2.Freundschaft bedeutet für sie ……………………………………………………….

3.Für bestimmte Lebenssituationen hat sie ……………………………………………

4.Kerstin hat eine Schulfreundin, mit der sie …………………………………………

5.In Amerika hat Kerstin ……………………………………………………………..

6.Die wichtigsten Kommunikationsmittel mit den Freunden sind für Kerstin ………………………………………………………………………………………….

Geben Sie den Text in vereinfachter Form mit Hilfe folgender Stichwörter wieder
“Freundschaft, das ist wie Heimat” (Erich Kästner) – der Freundeskreis – gemeinsam mit Freunden etwas unternehmen – die Freundschaft bedeutet für mich …. – Gesprächsthemen mit Freunden – einen „Experten“-Freund für bestimmte Situationen haben – Freunde aus der Kindheit und Schulzeit – Freunde im Ausland – trotz Zeitverschiebung und vielen Kilometern die Freundschaft pflegen – besondere Menschen im Leben – sich Zeit für Freunde nehmen – die Freunde nicht aus den Augen verlieren – wichtige Kommunikationsmittel – Rolle der Freundschaft

Interviewen Sie Ihre Mitstudenten zu folgenden Fragen. Beantworten Sie anschließend die Fragen selbst

1.Wie groß ist dein Freundeskreis?

2.Kannst du leicht deine Freunde in gute und beste Freunde differenzieren?

3.Hast du Freunde für „bestimmte Zwecke“?

4.Hast du Freunde im Ausland?

Überlegen Sie sich, was folgende Thesen bzw. Begriffe bedeuten könnten. Versuchen Sie es mit eigenen Worten zu erklären
1. Freunde machen gute Laune
2. Durch Freunde wird man sicherer
3. Die Menschen, die uns lieben sind unser soziales Kapital
4. Freunde erkennt man in der Not
5. Freunde sind immer da, wenn sie uns brauchen
6. Lebensabschnittsfreund

A2 Leseverstehen

Paul Schönberg. Lebenslauf

1964 Mein Geburtsjahr. Guter Jahrgang. Es soll noch schlimmere Kinder gegeben haben.
1970 Der erste Schultag. Die Schule war eigentlich nie das Problem. Keine Schlägereien, wenige schlechte Noten, einige schlechte Lehrer. In der achten Klasse Chefredakteur der Schulzeitung, ab der zehnten Klasse lieber das Theater gespielt.
1983 Hinein ins süße Studentenleben. Politik und Romanistik in Heidelberg. Erst nach drei Jahren gemerkt, dass man damit nichts werden kann.
1986 Wechsel zur Volkswirtschaftslehre (womit man eigentlich auch nichts werden kann) und Berlin. Tolle Stadt.
1994 Der Ernst des Lebens beginnt mit vergeblicher Jobsuche. Nach einem Jahr die erste richtige Stelle als Wirtschaftsberater, hat Spaß gemacht.
Jetzt Fortbildung zum Spezialisten für das Internet. Ergebnis davon sind die Homepage und die Erkenntnis, dass dieses faszinierende Medium für mich ideal ist.

Übungen:

  1. Antworten Sie auf die Fragen

1.Ist es ein gewöhnlicher Lebenslauf? Wenn nicht, wie äußert sich das?

2.Sehen wir am Beispiel dieses Lebenslaufes, wie die Veränderungen in der Technikwelt das Leben eines Menschen bestimmen?

2. Verfassen Sie Ihren Lebenslauf in zwei Formen, offizieller und der nach dem Text

Man muss etwas tun für sein Glück

B1-B2 Themen + Aufgaben

Familie Behrens berichtet
Wir haben fünf Kinder. Drei davon kamen auf einen Streich. Als wir erfuhren, dass wir Dreilinge bekommen würden, waren wir überglücklich. Von Anfang an haben wir positiv gedacht. „Ach, du lieber Gott, wie soll das werden!“ – solche Gedanken kamen uns nicht in den Sinn. Gespannt und erwartungsvoll waren wir, haben viel überlegt und geplant, auch alles dafür getan, dass die Schwangerschaft gesund verlief. Als alle drei dann gesund und munter auf die Welt kamen, waren wir überglücklich.
Doch man muss sich nichts vormachen: Das Leben mit fünf Kindern ist enorm anstrengend. Wir schlafen nur selten eine Nacht durch. Morgens um sechs beginnt der Stress und abends um acht endet er. Die drei Kleinen sind jetzt fast drei Jahre alt und sehr mobil. Man muss ständig alle im Blick haben. Dazwischen Anna, unsere fünfjährige Tochter, und Hannes, unser achtjähriger Sohn. Beide wollen auch zu ihrem Recht kommen. Es war sehr schwierig, Hilfe von außen zu erhalten. Als Familie mit fünf Kindern haben wir schon jede Menge Absagen von Haushaltshilfen und Au-pair-Mädchen bekommen. Wir sind sozusagen unvermittelbar. Zum Glück greifen uns beide Großmütter kräftig unter die Arme.
Das Glück fällt nicht vom Himmel. Man muss schon einiges dafür tun. Für uns heißt es auch, eigene Wünsche eine Zeit lang zurück zu stellen. So ist es für uns zurzeit kaum möglich, abends zusammen wegzugehen. Nur weil wir das akzeptiert haben und dem Vergnügen nicht hinterher weinen, geht es uns gut. Wenn uns aber doch mal eine kurze Auszeit gegönnt wird, können wir sie umso mehr genießen. Neulich sind wir nach Berlin gefahren. Ganz ohne Kinder nur zu zweit. Dort waren wir in einem Musical und haben Freunde besucht. Es war fast so wie früher. Nein, besser. Weil es etwas Besonderes war. Man muss solche Glücksmomente genießen. Die gibt es natürlich auch mit Kindern. Wenn die Kleinen zufrieden vor sich hinspielen oder im Rudel spazieren gehen, dann sind wir Eltern besonders stolz.

Übungen:

Was ist richtig? Kreuzen Sie an.

1.Die Familie Behrens hat drei Kinder 

2.Die Eheleute freuten sich, als sie erfahren haben, dass sie Dreilinge bekommen

3.Bei der Schwangerschaft schon gab es manche Probleme 

4.Das Leben mit so vielen Kindern ist schwierig 

5.Die Kleinen sind jetzt sehr beweglich und die Eltern müssen ständig auf sie aufpassen 6.Als Familie mit vielen Kindern schrecken sie manchmal Haushaltshilfen und Au-pair-Mädchen ab Ihnen helfen beide Opas 

7.Wenn die Eltern jetzt Zeit für sich haben, freuen sie sich mehr als früher 

2.In welche Abschnitte würden Sie den Text gliedern? Geben Sie de Abschnitten die Namen

3. Was bedeuten folgende Ausdrücke im Textzusammenhang?

1.„Ach, du lieber Gott, wie soll das werden!“

2.Doch man muss sich nichts vormachen

3.Das Glück fällt nicht vom Himmel

4. Nehmen Sie Stellung zum Thema des Artikels. Was gehört für Sie zum Glück? Wählen Sie fünf Begriffe aus dem Kasten aus. Welche Wörter würden Sie noch ergänzen?

Reichtum Harmonie Gesundheit Auto Arbeit Freunde Haus
Naturgenuss Schönheit Lottogewinn Familie Karriere Liebe Frieden
Freiheit Hobbys Freude Entspannung Erfolg

Thema für TestDaF – Bildung

Bildung in Deutschland

1.1. Das Schulsystem der Bundesrepublik Deutschland
In Deutschland gehen die Kinder im Alter von 6 Jahren zur Schule. Es besteht
Schulpflicht vom 6. bis 18. Lebensjahr. Schulpflicht bedeutet, dass die Kinder und
Jugendlichen eine Schule besuchen müssen.
Vier Jahre lang besuchen alle Kinder die Grundschule. Danach können die Schüler
zwischen verschiedenen Schultypen wählen. Sie haben die Wahl zwischen
Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule. Die Wahl der schule hängt
von den Interessen und Fähigkeiten der Schüler ab. Die Kinder treffen die Wahl
natürlich nicht allein, sondern zusammen mit ihren Eltern und Lehrern. Nach der
Hauptschule bzw. der Realschule folgt der Besuch der Berufsschule.
Das Schulsystem ist Sache der Länder, d.h. die einzelnen Bundesländer entscheiden
selbständig über ihre Schulen. Aber die Länder arbeiten zusammen, um die
Einheitlichkeit des Schulsystem in der Bundesrepublik zu gewährleisten.

1.2. Allgemeinbildung und Berufsausbildung
In den allgemeinbildenden Schulen erwirbt man das Wissen, das Menschen dieses
Kulturkreises brauchen. Es umfasst die Kenntnis der eigenen
Sprache, fremdsprachliche Kenntnisse, Kenntnisse in Mathematik und in den
Naturwissenschaften, in Geschichte, Sozialkunde, Religion, Literatur,
Philosophie, Kunst und Musik. Das Fach Sport dient der körperlichen
Ertüchtigung. Hauptschule, Realschule, Gymnasium und Gesamtschule sind
allgemeinbildende Schulen. Diese Schulen vermitteln kein spezielles Fachwissen, aber sie bereiten für bestimmte Berufsziele vor.

Die Kinder, die die Hauptschule besuchen, erlernen danach meist einen praktischen
Beruf. Sie lassen sich zum Facharbeiter ausbilden oder erlernen ein Handwerk. Sie
machen eine Lehre in einem Betrieb und besuchen daneben die Berufsschule. Man
nennt diese Ausbildung das duale System.

Die Realschule bildet Schüler aus, die einen Beruf in der Verwaltung, im Büro oder in
der Bank anstreben. Auch die Schüler mit Realschulabschluss müssen die
Berufsschule besuchen, während sie einen Beruf erlernen.
Das Gymnasium führt zum Abitur. Das Abitur ist die Voraussetzung für ein Studium
an einer Universität.


1.3. Das Hochschulstudium in Deutschland
In Deutschland gibt es eine große Zahl von Studentinnen und Studenten. In manchen Fächern gibt es mehr Studienbewerberinnen und Studienbewerber als Studienplätze. Daher hat man eine Zulassungsbeschränkung eingeführt, den so genannten Numerus Clausus. Wenn man in den Numerus-klausus-Fächern einen Studienplatz erhalten will, braucht man sehr gute Abiturnoten, oder man muss längere Zeit warten.
Im Allgemeinen muss man an deutschen Hochschulen keine Studiengebühren bezahlen. Das Geld, das die Studierenden zum Leben brauchen, bekommen sie von ihren Eltern, oder sie verdienen es selbst. Zahlreiche Studierende arbeiten in den Ferien oder sogar während des Semesters. Bedürftige Studierende können Hilfe vom Staat bekommen. Sie erhalten ein Darlehen, das so genannte Bafög. Dieses Geld müssen sie nach dem Studium, wenn sie eine Arbeit haben, zurückzahlen.

Weil die Studienzeiten in Deutschland zu lang sind, will man jetzt Regelstudienzeiten einführen. Dann müssen die Studierenden in der Regel innerhalb einer bestimmten Zeit ihr Studium abschließen.

Probleme zwischen Eltern und Kindern

B1 – B2 Themen + Aufgaben

Bestimmt gibt es manchmal Streit zwischen euch und euren Eltern. Das passiert dann, wenn ihr böse zu euren Eltern seid, oder wenn eure Eltern böse zu euch sind. Sicher kennt ihr alle solche Situationen aus eurer Familie. Aber es ist nicht schlimm, wenn Kinder und Eltern manchmal Streit mitein¬ander haben.
Wichtig ist, dass ihr nach einem Streit wieder nett zu euren Eltern seid, und dass eure Eltern auch nett zu euch sind. Es ist normal, dass man über Probleme spricht, und dass es dabei manchmal auch zu einem Streit kommt. Vor allem wenn Kinder noch sehr klein sind, sind sie für die Eltern an manchen Tagen sehr anstrengend. Ganz kleine Kinder schreien und weinen viel und die Eltern müs¬sen sich den ganzen Tag um sie kümmern. Ständig wollen die Kinder etwas haben – Essen, Trinken oder ihre Spiel¬sachen. Da werden die Eltern schon mal ungeduldig oder sind ein bisschen böse mit ihrem Kind. Sobald die Kinder in den Kindergarten gehen oder in die Schule, wird das Verhältnis aber entspannter. Denn dann haben die Eltern wieder mehr Zeit. Für Probleme und Streit sorgt in vielen Familien dann wieder die Zeit der Pubertät. Diese beginnt bei vielen Kindern mit etwa zwölf Jahren und endet vier oder fünf Jahre später. Die Pubertät ist die Zeit, in der Kinder langsam zu Erwachsenen werden. Das Aussehen verändert sich und auch die Persönlichkeit. Viele Jugendliche sind in dieser Phase sehr frech zu ihren Eltern und provozieren Streit. Manche Eltern sind dann richtig verzweifelt und den¬ken: „Was machen wir nur mit diesem Kind?“ In der Pubertät beginnen die Jugendlichen auch mehr Verantwor¬tung für ihr eigenes Leben zu über¬nehmen. Viele machen erste Erfah¬rungen mit der Liebe. Auch das sorgt manchmal für Streit mit den Eltern.
Die Liebe der Eltern ist für Kinder aber in jeder Phase des Lebens sehr wichtig – auch wenn es Probleme gibt. Ohne die Liebe der Eltern kann kein Kind lernen, was Liebe bedeutet.

Übungen:

1.Füllen Sie die Lücken in den Sätzen

1.Aber es ist nicht……………., wenn Kinder und Eltern manchmal …………..mitein¬ander haben.

2.Wichtig ist, dass ihr nach einem Streit wieder …………zu euren Eltern seid.

3.……………….wenn Kinder noch sehr klein sind, sind sie für die Eltern an manchen Tagen sehr………………………..

4.Für Probleme und Streit sorgt in vielen Familien dann wieder die Zeit der …………

2. Trennen Sie die Wörter und setzen Sie die Satzzeichen

1.diepubertätistdiezeitinderkinderlangsamzuerwachsenenwerden.

2.dasaussehenverändertsichundauchdiepersönlichkeit.

3.vielemachenersteerfah¬rungenmitderliebe.

4.ohnedieliebederelternkannkeinkindlernenwasliebebedeutet.

3.  Wie sind folgende Aussagen im Text ausgedrückt?

1.Sobald die Kinder in den Kindergarten gehen oder in die Schule, wird die Beziehung entspannter.

2.In der Pubertät beginnen die Jugendlichen auch mehr Verantwor¬tung für ihr eigenes Leben auf sich zu nehmen.

3.Auch das führt manchmal zum Streit mit den Eltern.

4.Die Liebe der Eltern ist für Kinder aber in jeder Etappe des Lebens sehr wichtig – auch wenn es Probleme gibt.

5.Ganz kleine Kinder schreien und weinen viel und die Eltern müssen den ganzen Tag für sie sorgen.

4. Antworten Sie auf die Fragen zum Text

1.Ist es so schlimm, wenn die Eltern und Kinder Streit haben?

2.Wann gibt es besonders oft Streit?

3.Wann haben die Eltern endlich mehr Zeit für sich?

4.Wann setzt die zweite Phase der häufigen Konflikte ein?

5.Warum gibt es in der Pubertät oft Streit?

6.Ist die Liebe der Eltern für Kinder wichtig?

7.Haben Sie ein entspanntes Verhältnis mit Ihren Eltern? Wann genau, hatten Sie sehr oft Streit? Stimmt es, was im Text steht?

Wortschatz – Berufe

Niveau A1-A2

As men and women enter their career fi elds, they become known by a term that
identifi es what they do for a living: a lawyer, an engineer, a tailor, and so on. In
English, we avoid identifying a specifi c gender with a specifi c occupation. When
someone calls a restaurant employee a server, we don’t know whether that person
is male or female. Th is is true of many English words: a teacher, a doctor, a salesperson,
and so on.
But German is diff erent. Th e makeup of the language makes it necessary to
identify the gender of people in their professions. It is quite common to add the
suffi x -in to a masculine noun for a profession in order to identify a female in the
same profession. Let’s look at a few:

der Arbeiter – die Arbeiterin – laborer, worker
der Arzt die – Ärztin – physician
der Bauer – die Bäuerin – farmer
der Briefträger – die Briefträgerin – mail carrier
der Bürgermeister – die Bürgermeisterin – mayor
der Dolmetscher – die Dolmetscherin – interpreter
der Fotograf – die Fotografin – photographer
der Gärtner – die Gärtnerin – gardener
der Kanzler – die Kanzlerin – chancellor
der Lehrer – die Lehrerin – teacher
der Makler – die Maklerin – real estate agent
der Mechaniker – die Mechanikerin – mechanic
der Professor – die Professorin – professor
der Richter – die Richterin – judge
der Sänger – die Sängerin – singer
der Schaffner – die Schaffnerin – conductor
der Schauspieler – die Schauspielerin – actor
der Taxifahrer – die Taxifahrerin – taxi driver
der Verkäufer – die Verkäuferin – salesperson

When you ask what someone’s occupation is, you say:
Was machen Sie berufl ich? – What is your occupation?
or
Was sind Sie von Beruf?

You reply:
Ich bin Taxifahrer. I’m a taxi driver.
or
Ich bin Richterin. I’m a judge.

Notice that you don’t need an indefi nite article (ein, eine) in the German response.
Each of these occupations has specifi c tasks. If you say that “someone is treating a patient,”
you must be talking about a physician, not an actor. Let’s look at the specifi c actions of each of
these professions:

Was tut ein Arbeiter? – What does a laborer (worker) do?
Ein Arbeiter arbeitet in einer Fabrik. – A laborer works in a factory.
Ein Arbeiter ist ein Handwerker und macht Zimmerhandwerk oder Tischlerhandwerk. – A worker is a tradesman and does carpentry or builds furniture.
Was tut eine Ärztin? – What does a physician do?
Eine Ärztin behandelt kranke Leute. – A physician treats sick people.
Eine Ärztin heilt Menschen von einer Krankheit. – A physician heals people of a disease.

Was tut ein Bauer? – What does a farmer do?
Ein Bauer pfl anzt Gemüse und Getreide. – A farmer plants vegetables and grain.
Ein Bauer pfl egt das Vieh. – A farmer tends the livestock.
Was tut eine Brieft rägerin? – What does a mail carrier do?
Eine Brieft rägerin sortiert die Post. – A mail carrier sorts the mail.
Eine Brieft rägerin bringt Briefe. – A mail carrier brings letters.
Was tut ein Bürgermeister? – What does a mayor due?
Ein Bürgermeister leitet die städtische Verwaltung. – A mayor heads the city administration.

Ein Bürgermeister vertritt die Einwohner einer Stadt. – A mayor represents the citizens of a city.
Was tut eine Dolmetscherin? – What does an interpreter do?
Eine Dolmetscherin übersetzt Sprachen. – An interpreter translates languages.
Eine Dolmetscherin kann mehr als eine Sprache sprechen. – An interpreter can speak more than one language.

Was tut ein Fotograf? – What does a photographer do?
Ein Fotograf fotografi ert Menschen und Landschaften. – A photographer photographs people and
landscapes.
Ein Fotograf entwickelt Filme. – A photographer develops fi lm.
Was tut eine Gärtnerin? – What does a gardener do?
Eine Gärtnerin pflegt einen Garten. – A gardener tends a garden.
Eine Gärtnerin pfl anzt Blumen. – A gardener plants fl owers.
Was tut ein Kanzler? – What does a chancellor do?
Ein Kanzler vertritt das Land. – A chancellor represents the country.
Ein Kanzler trifft sich mit anderen Staatsoberhäuptern. – A chancellor meets with other heads of state.
Was tut eine Lehrerin? – What does a teacher do?
Eine Lehrerin arbeitet in einer Schule. – A teacher works in a school.

Eine Lehrerin lehrt Lesen, Schreiben und Rechnen. – A teacher teaches reading, writing, and
arithmetic.
Was tut ein Makler? – What does a real estate agent do?
Ein Makler vermittelt jemandem eine Wohnung. – A real estate agent fi nds someone an
apartment.
Ein Makler verkauft Häuser. – A real estate agent sells houses.
Was tut eine Mechanikerin? – What does a mechanic do?
Eine Mechanikerin arbeitet in einer Werkstatt. – A mechanic works in a repair shop.
Eine Mechanikerin repariert Autos. – A mechanic repairs cars.
Was tut ein Professor? – What does a professor do?
Ein Professor unterrichtet an einer Universität. – A professor teaches at a university.
Ein Professor hält Vorlesungen. – A professor gives lectures.
Was tut eine Richterin? – What does a judge do?
Eine Richterin entscheidet einen Fall. – A judge decides a case.
Eine Richterin verurteilt Verbrecher. – A judge sentences criminals.
Was tut ein Sänger? – What does a singer do?
Ein Sänger singt Lieder. – A singer sings songs.
Ein Sänger begleitet sich auf dem Klavier. – A singer accompanies himself on the piano.
Was tut eine Schaff nerin? – What does a conductor do?
Eine Schaff nerin arbeitet bei der Eisenbahn. – A conductor works for the railroad.
Eine Schaff nerin kontrolliert die Fahrkarten. – A conductor checks the tickets.
Was tut ein Schauspieler? – What does an actor do?
Ein Schauspieler spielt eine Rolle auf der Bühne. – An actor plays a role on the stage.
Ein Schauspieler spielt in einem Film mit. – An actor performs in a movie.
Was tut eine Taxifahrerin? – What does a taxi driver do?
Eine Taxifahrerin fährt ein Taxi. – A taxi driver drives a taxi.
Eine Taxifahrerin fährt Fahrgäste zum Flughafen. – A taxi driver drives passengers to the
airport.
Was tut ein Verkäufer? – What does a salesperson do?
Ein Verkäufer arbeitet in einem Kaufh aus. – A salesperson works in a department store.
Ein Verkäufer berät Kunden und verkauft verschiedene Sachen. – A salesperson advises customers and sells various things.

An der Arbeit
As people in their various occupations carry out their daily functions, they use a variety of materials
and tools. Let’s look at some of them:

der Arbeiter, die Arbeiterin
die Schaufel – shovel
der Pinsel – paintbrush
die Axt – axe
der Arzt, die Ärztin
das Thermometer – thermometer
das Heilmittel, die Medizin – medicine
die Spritze – injection
der Bauer, die Bäuerin
der Traktor – tractor
die Ernte – harvest
der Stall, die Scheune – barn
der Briefträger, die Briefträgerin
die Ansichtskarte – picture postcard
die Postkarte – postcard
das Paket – package
der Bürgermeister, die Bürgermeisterin
das Rathaus – city hall
das Gesetz – law
die Polizei – police
der Dolmetscher, die Dolmetscherin
das Wörterbuch – dictionary
die Fremdsprache – foreign language
die Übersetzung – translation
der Fotograf, die Fotografin
der Fotoapparat – camera
die Aufnahme – snapshot
das Dia – slide
der Gärtner, die Gärtnerin
der Spaten – spade
die Samen – seeds
das Blumenbeet – flower bed
der Kanzler, die Kanzlerin
das Grundgesetz – constitution
die Regierung – government
die Wahl – election
der Lehrer, die Lehrerin
das Lehrbuch – textbook
die Prüfung – test
das Klassenzimmer classroom
der Makler, die Maklerin
das Mietshaus – apartment building
die Hypothek – mortgage
die Anzahlung – down payment

der Mechaniker, die Mechanikerin
der Hammer – hammer
der Schraubenzieher – screwdriver
die Zange – pliers
der Professor, die Professorin
der Hörsaal – lecture hall, auditorium
die Forschung – research
das Examen – exam
der Richter, die Richterin
das Gericht – court
der Angeklagte – defendant
das Urteil – judgment
der Sänger, die Sängerin
die Musik – music
die Stimme – voice
das Konzert – concert
der Schaffner, die Schaffnerin
die Straßenbahn – streetcar
die U-Bahn – subway
die Haltestelle – stop
der Schauspieler, die Schauspielerin
das Theater – theater
die Vorstellung – performance
der Beifall – applause
der Taxifahrer, die Taxifahrerin
der Verkehr – traffic
die Adresse, die Anschrift – address
das Trinkgeld – tip
der Verkäufer, die Verkäuferin
der Ausverkauf – sale
die Quittung – receipt
die Registrierkasse – cash register

Redemittel zum Telefonieren

ein Telefongespräch annehmen

Breitenbach KG, Vertriebsabteilung, Gottfried Schmitt am Apparat.
Breitenbach AG, Zentrale. Guten Tag.

sich als Anrufer vorstellen

Guten Tag. Mein Name ist Werner Graf, von der Firma Hunzinger.
Energos GmbH, Werner Graf. Guten Tag.

sich den Namen wiederholen lassen,

Könnten Sie Ihren Namen noch einmal wiederholen, die Verbindung ist sehr schlecht.
Könnten Sie mir Ihren Namen bitte buchstabieren?

den Namen wiederholen/ buchstabieren

Graf, Werner Graf. („G“ wie „Gustav“, „R“ wie „Richard“, „A“ wie „Anton“, „F“ wie „Friedrich“)

nach dem Anliegen fragen

Was kann ich für Sie tun?
Mit wem möchten Sie sprechen?

eine Person am Telefon verlangen

Ich würde gerne Herrn/Frau Stirner sprechen.
Könnten/Würden Sie mich mit Herrn/Frau Stirner verbinden?

mit dem Gesprächspartner verbinden

Einen Augenblick, ich verbinde.
Bleiben Sie bitte dran / am Apparat.

für die Vermittlung danken

Vielen Dank.
Herzlichen Dank (für Ihre Bemühungen).

Ein vermitteltes Gespräch entgegennehmen

{ ja, bitte stellen Sie jetzt Herrn Graf durch.}
Hier Stirner –Guten Morgen, Herr Graf.

Schön, dass Sie anrufen . – Worum geht es? – Was haben Sie auf dem Herzen.

Wie geht es Ihnen? Wir haben ja schon lange nicht mehr miteinander gesprochen.
Vielen Dank für Ihren Anruf/Rückruf.

das Gespräch mit der vermittelten Person beginnen

Graf hier, Guten Morgen, Frau Stirner.
Danke, gut. Ich wollte mich danach erkundigen, ob/wie ..
Ich rufe an wegen des Problems mit ….
Haben Sie meine SMS erhalten?
Es geht um Folgendes: …

Ergebnisse des Gesprächs bestätigen und geplante Schritte nennen

Stimmt. / Genau.
Ich schicke Ihnen meine Gesprächsnotizen später auch noch mal per Fax.
Ich kümmere mich gleich darum.
Ich prüfe das und melde mich dann wieder bei Ihnen.

Ergebnisse des Gesprächs festhalten

Ich fasse zusammen:
Verbleiben wir also folgendermaßen: …
Also, ich habe mir jetzt notiert: …
Wir können also festhalten: …

das Gespräch beenden (Angerufener)

Gern geschehen. Falls Sie noch weitere
Fragen haben, rufen Sie bitte wieder an!
Auf Wiederhören.

das Gespräch beenden (Anrufer)

Ich danke Ihnen herzlich für die Informationen. Sie haben mir sehr geholfen.
Vielen Dank und auf Wiederhören.

Quelle:

http://www.wirtschaftsdeutsch.de

Deutsch TestDaF und C1 Wortschatz


abbringen – abbringen, bringt ab, brachte ab, abgebracht (Perfekt mit haben)
jemanden überreden, etwas nicht zu tun. jemandem etwas ausreden.
Der Studienberater hat mich davon abgebracht, Englisch zu studieren. Deshalb studiere ich jetzt Deutsch.

abhalten (1) – abhalten, hält ab, hielt ab, abgehalten (Perfekt mit haben)
in Händen Gehaltenes von jemandem, sich oder etwas weg-, entfernt halten
Der Augenarzt hat ihr einige Vorschläge gegeben, z.B. die Zeitung beim Lesen weiter abzuhalten.

abhalten (2) – abhalten, hält ab, hielt ab, abgehalten (Perfekt mit haben)
nicht herankommen oder eindringen lassen; abwehren; von etwas zurückhalten; an etwas hindern
Diese Scheibe kann den Wind abhalten.
Seine Frau hielt ihn davon ab, noch mehr zu trinken.

abhalten (3) – abhalten, hält ab, hielt ab, abgehalten (Perfekt mit haben)
eine Veranstaltung, Zusammenkunft durchführen
Der Professor wird nächsten Mittwoch in Köln eine Versammlung abhalten.

Ablauf (1) – der Ablauf, die Abläufe
Die Reihenfolge von etwas
Die kleine Pause, die den reibungslosen Ablauf des Tages durchbricht, ist gar kein Zeitverlust
Memo: meist chronologisch

Ablauf (2) – der Ablauf, die Abläufe
Die Art und Weise, wie ein Geschehen oder eine Handlung verläuft
Durch den Einsatz von mehr Sicherheitspersonal soll der reibungslose Ablauf der Verhandlungen gewährleistet werden.

Ablauf (3) – der Ablauf
Das Ende einer Frist
Nach Ablauf der Bewerbungsfrist werden keine Bewerbungen mehr angenommen.
Memo: ohne Plural

abmachen (1) – abmachen, macht ab, machte ab, abgemacht (Perfekt mit haben)
vereinbaren, festlegen
Wir haben abgemacht, dass wir heute ins Kino gehen.

abmachen (2) – abmachen, macht ab, machte ab, abgemacht (Perfekt mit haben)
bewirken, dass etwas nicht mehr da ist, wo es angebracht war
Alle Plakate müssen möglichst schnell abgemacht werden.
entfernen

abmelden (sich) – abmelden (sich), meldet sich ab, meldete sich ab, sich abgemeldet (Perfekt mit haben, refl.)
Bescheid geben, dass man nicht mehr an einem Kurs oder einer Veranstaltung teilnehmen will

Dieser Student hat sich leider von unserem Seminar abgemeldet. (mit »von«)
Dieser Student hat sich leider von unserem Seminar abgemeldet.

abnehmen – abnehmen, nimmt ab, nahm ab, abgenommen (Perfekt mit haben)

1.von einer Stelle fort-, herunternehmen 2. an Körpergewicht verlieren

2.Nach dem Unfall war sein Zustand so schlecht, dass ihm sein Bein schließlich abgenommen werden musste.

3.Mit Sport, viel Bewegung und einer strengen Diät hat sie in der letzten Zeit sehr abgenommen.

abraten – abraten, rät ab, riet ab, abgeraten (Perfekt mit haben)
empfehlen, etwas nicht zu tun
Sie riet ihm davon ab, allein dorthin zu gehen. (mit »von«)
Ich wollte ein billiges Plagiat kaufen, aber mein Freund riet mir davon ab. (mit Dativ)
Sie riet ihm davon ab, allein dorthin zu gehen.

abrücken – abrücken, rückt ab, rückte ab, abgerückt (Perfekt mit sein)
sich lossagen, die eigene Meinung ändern
Die Regierung rückt von ihrem Ziel auf keinen Fall ab. (mit »von«)
Die Fußballmannschaft wollte nicht von ihrer Devise abrücken.
Die Regierung rückt von ihrem Ziel auf keinen Fall ab.

abschließen (1) – abschließen, schließt ab, schloss ab, abgeschlossen (Perfekt mit haben)
sich mit jemandem über etwas einigen oder etwas unterschreiben und in Kraft setzen ≈ vereinbaren (durch Vertrag o. Ä.)
Haben Sie als Ersatz für den gekündigten Vertrag einen neuen Vertrag bei ihrem alten Anbieter abgeschlossen?

abschließen (2) – abschließen, schließt ab, schloss ab, abgeschlossen (Perfekt mit haben)
einen Raum o. Ä. mit einem Schlüssel versperren, zuschließen
Das Zimmer, die Wohnung, den Schrank mit einem Schlüssel abschließen.
Ich schließe die Tür ab, wenn ich das Haus verlasse.

abschließen (3) – abschließen, schließt ab, schloss ab, abgeschlossen (Perfekt mit haben)
beenden, zum Abschluss bringen, zu Ende führen Nachdem er den Roman abgeschlossen hatte, schickte er das Manuskript an den Verlag.

absetzen (1) – absetzen, setzt ab, setzte ab, abgesetzt (Perfekt mit haben)
Etwas, was jemand auf dem Kopf, auf der Nase trägt, abnehmen, herunternehmen
Die Kinder des Waldkindergartens in Ebstorf können bald die Mützen absetzen.
Denn ist die rosarote Brille erst mal abgesetzt, ist die Realität oft grau.

absetzen (2) – absetzen, setzt ab, setzte ab, abgesetzt (Perfekt mit haben)
Wirtschaft: Etwas in großer Menge oder Zahl verkaufen Die Firma kann ihre Produkte nicht mehr absetzen und steht deshalb kurz vor dem Bankrott.

absetzen (3) – absetzen, setzt ab, setzte ab, abgesetzt (Perfekt mit haben, refl.)
den Abstand zu Konkurrenten vergrößern, im positiven Sinne
Durch den Sieg konnte sich der Tabellenführer noch weiter vom Mittelfeld absetzen. (mit »von«)
Kein Team konnte sich mit mehr als zwei Punkten absetzen
Memo: meistens beim Sport

abtreten (1) – abtreten, tritt ab, trat ab, abgetreten (Perfekt mit haben)
einer anderen Person etwas überlassen
Während des Urlaubs werden meine Rechte meinen Geschäftspartnern abgetreten. (mit Dativ)
Wenn man etwas publizieren will, muss man normalerweise die Rechte an den Verlag abtreten. (mit »an«)

abtreten (2) – abtreten, tritt ab, trat ab, abgetreten (Perfekt mit haben)
den Schmutz durch Treten entfernen
Meine Mutter hat immer darauf geachtet, dass ich die Schuhe gründlich abtrete.

abtreten (3) – abtreten, tritt ab, trat ab, abgetreten (Perfekt mit haben)
durch häufiges Begehen oder Laufen abnutzen
Der Teppich im Erdgeschoß wird mit den Jahren ganz abgetreten.

abziehen (1) – abziehen, zieht ab, zog ab, abgezogen (Perfekt mit haben)
von, aus etwas ziehend entfernen, weg-, herunter-, herausziehen; (besonders eine Kopfbedeckung) abnehmen, ablegen.
Sie hat einen Ring vom Finger abgezogen. Er zieht die Mütze ab, obwohl es kalt ist.

abziehen (2) – abziehen, zieht ab, zog ab, abgezogen (Perfekt mit haben)
von einer Luftströmung weggetragen werden; wegziehen.
Das Wetter wird heute schön, denn der Nebel zieht ab.

abziehen (3) – abziehen, zieht ab, zog ab, abgezogen (Perfekt mit haben)
durch Subtraktion wegnehmen, subtrahieren.
Die Schüler haben im Mathematikunterricht die Aufgabe bekommen, 20 von 100 abzuziehen.

abziehen (4) – abziehen, zieht ab, zog ab, abgezogen (Perfekt mit haben)
weglocken, entziehen.
Das Geräusch zieht seine Aufmerksamkeit ab.

Allegorie – die Allegorie, die Allegorien die Darstellung einer abstrakten Idee in konkreten Figuren.
Eine blinde Frau mit einer Waage in der Hand ist eine Allegorie der Gerechtigkeit.

anbringen (1) – anbringen, bringt an, brachte an, angebracht (Perfekt mit haben)
herbringen, herbeibringen
Sieh mal, was unser Hund da wieder angebracht hat! Memo: umgangssprachlich; oft mit einem Ausdruck der Überraschung oder mit negativer Konnotation

anbringen (2) – anbringen, bringt an, brachte an, angebracht (Perfekt mit haben)
etwas an etwas befestigen, z.B. einen Zettel an einem schwarzen Brett.
Der Zettel, auf dem ein Gebrauchtwagen angeboten wird, wurde gestern am schwarzen Brett angebracht.

anbringen (3) – anbringen, bringt an, brachte an, angebracht (Perfekt mit haben)
etwas verkaufen können, einen Käufer für etwas finden
Sie konnte ihr altes Auto noch anbringen.
Memo: meist mit (nicht) können

anhalten (1) – anhalten, hält an, hielt an, angehalten (Perfekt mit haben)
stoppen; stehen bleiben, zum Stillstand kommen;
Mit angehaltenem Atem sahen sie sich um. Das Auto hielt vor dem Haus an.

anhalten (2) – anhalten, hält an, hielt an, angehalten (Perfekt mit haben)
andauern, fortdauern
Seine gute Laune hält an.

anhalten (3) – anhalten, hält an, hielt an, angehalten (Perfekt mit haben, refl.)
sich an etwas festhalten, sich stützen
Halten Sie sich bitte im Zug nicht am Fenster an!

anmelden (sich) – anmelden (sich), meldet sich an, meldete sich an, sich angemeldet (Perfekt mit haben, refl.)
sich für die Teilnahme ein einem Kurs oder an einer Veranstaltung registrieren lassen
Ich möchte mich gerne für den Kurs anmelden. (mit »für«)
Der Kurs, zu dem ich mich angemeldet habe, findet am Donnerstag statt. (mit »zu«)
Wenn Sie an unserem Kurs teilnehmen möchten, können Sie sich ab 15. Dezember in unserem Büro anmelden.
Gestern habe ich mich für einen neuen Sprachkurs angemeldet.

Anmeldung – die Anmeldung, die Anmeldungen
der Vorgang, bei dem man sich für die Teilnahme an einem Kurs oder einer Veranstaltung registrieren lässt Die Anmeldung zu den Ferienkursen ist vom 15.12.2012 bis zum 31.01.2013 möglich.

Annahme – die Annahme, die Annahmen
etwas, das man als erwiesen annimmt, ohne zu wissen, ob es wahr oder richtig ist. Das Experiment ist gescheitert, weil es auf einer falschen Annahme beruhte.

annehmen (1) – annehmen, nimmt an, nahm an, angenommen (Perfekt mit haben)
mit etwas einverstanden sein, etwas Neues akzeptieren Die Bevölkerung hat die neue Einrichtung noch nicht angenommen.

annehmen (2) – annehmen, nimmt an, nahm an, angenommen (Perfekt mit haben)
seine Zustimmung zu einem Vorschlag oder Antrag geben
Mein Antrag auf ein Stipendium wurde einstimmig angenommen.

annehmen (3) – annehmen, nimmt an, nahm an, angenommen (Perfekt mit haben)
vermuten, meinen, glauben
Er nahm an, das Problem lösen zu können.

anschreiben – anschreiben, schreibt an, schrieb an, angeschrieben (Perfekt mit haben)
etwas auf eine Tafel schreiben, so dass die Kursteilnehmer es sehen können
Die Lehrerin schreibt das neue Thema an der Tafel an.

ansetzen (1) – ansetzen, setzt an, setzte an, angesetzt (Perfekt mit haben)
die Zutaten, die man zu etwas benötigt, mischen und dann stehen lassen, damit sich die Konsistenz oder der Geschmack verändert
Ich habe die Suppe mit Wodka angesetzt. Der ist neutraler als Wein im Geschmack.
Der Sauerteig wurde mit Mehl und Wasser im Verhältnis 1:1 angesetzt.

ansetzen (2) – ansetzen, setzt an, setzte an, angesetzt (Perfekt mit haben)
etwas an etwas fügen und daran festmachen
Die Ärmel werden ans Unterkleid angesetzt.

antreten (1) – antreten, tritt an, trat an, angetreten (Perfekt mit haben)
mit etwas (Reise, Fahrt, Heimweg) beginnen
In 2 Monaten habe ich Urlaub und möchte endlich die Reise nach Italien antreten.
Memo: mit Nomen wie z.B. „Reise“, „Fahrt“, „Heimweg“

antreten (2) – antreten, tritt an, trat an, angetreten
irgendwo pflichtgemäß (zu etwas) erscheinen
Nach 2 Wochen Urlaub muss ich meinen Dienst antreten. (Perfekt mit „haben“)
Nach 2 Wochen Urlaub muss ich zum Dienst antreten. (Perfekt mit „sein“)

antreten (3) – antreten, tritt an, trat an, angetreten (Perfekt mit haben)
etw. (Erbe, Nachfolge) übernehmen
Ich werde die Erbschaft antreten, denn mein Onkel hat das in seinem Testament gewünscht.
Memo: mit Nomen wie „Erbschaft“, „Nachfolge“

antreten (4) – antreten, tritt an, trat an, angetreten (Perfekt mit sein)
sich zum Wettkampf stellen (Sport)
Heute um 22 Uhr tritt unsere Nationalmannschaft gegen Deutschland an.

aufhalten (1) – aufhalten, hält auf, hielt auf, aufgehalten (Perfekt mit haben)
für eine Weile daran hindern, weiterzugelangen; nicht weitergehen lassen
Ein guter Reiter kann scheuende Pferde gut aufhalten. Er allein kann solche Katastrophe nicht aufhalten.

aufhalten (2) – aufhalten, hält auf, hielt auf, aufgehalten (Perfekt mit haben, refl.)
bei jemandem, irgendwo vorübergehend leben
Er hat sich während der Reise bei einem Freund aufgehalten.

aufhalten (3) – aufhalten, hält auf, hielt auf, aufgehalten (Perfekt mit haben)
für einen anderen öffnen und geöffnet halten
Halten Sie bitte das Netz auf, damit ich die Kartoffeln hineinschütten kann.

Aufklärung – die Aufklärung
der Säkularisierungsprozess, der in Europa nach dem 16. Jh. einsetzt
Die Aufklärung hat der Französischen Revolution des 18. Jahrhunderts den Weg bereitet.

aufnehmen (1) – aufnehmen, nimmt auf, nahm auf, hat aufgenommen (Perfekt mit haben)
empfangen; bei sich unterbringen, beherbergen
Wir wurden von unseren Bekannten sehr freundlich aufgenommen.

aufnehmen (2) – aufnehmen, nimmt auf, nahm auf, aufgenommen (Perfekt mit haben)
mit etwas beginnen
Um seine Tätigkeit als Arzt wieder aufzunehmen, muss er zurück nach Frankfurt fahren.
Memo: mit Nomen wie Arbeit, Betrieb, Tätigkeit

aufsetzen – aufsetzen, setzt auf, setzte auf, aufgesetzt (Perfekt mit haben)
an eine bestimmte Position am eigenen Körper bringen Um das lesen zu können, muss ich meine Brille aufsetzen.

auftreten (1) – auftreten, tritt auf, trat auf, aufgetreten (Perfekt mit sein)
den Fuß aufsetzen
Sie kann mit dem verletzten Fuß nicht auftreten.

auftreten (2) – auftreten, tritt auf, trat auf, aufgetreten (Perfekt mit sein)
in einem Film oder Theaterstück eine bestimmte Rolle spielen; ein Konzert geben
Heute wird ein bekannter Sänger auftreten.

auftreten (3) – auftreten, tritt auf, trat auf, aufgetreten (Perfekt mit sein) sich in bestimmter Art benehmen, in einer besonderen Eigenschaft in Erscheinung treten
Er tritt als Chef sehr selbsbewusst auf. Er tritt als Chef sehr selbsbewusst auf.
Memo: als … auftreten (z.B. als Sachverständiger, Zeuge, Käufer, Vermittler)

auftreten (4) – auftreten, tritt auf, trat auf, aufgetreten (Perfekt mit sein)
plötzlich da sein, auftauchen
Alle Probleme sind bei mir auf einmal aufgetreten.

Aufwand – der Aufwand
alles, was verwendet wird, um ein Ziel zu erreichen oder um einen Plan zu realisieren
Der exakte Aufwand eines Algorithmus kann normalerweise nur sehr schwer allgemein als Funktion der Eingabegröße angegeben werden.

aufziehen (1) – aufziehen, zieht auf, zog auf, aufgezogen (Perfekt mit haben)
nach oben ziehen und dann befestigen
Die Fahne wird zum Fest aufgezogen.
Memo: nur mit „Fahne“, „Flagge“, „Segel“

aufziehen (2) – aufziehen, zieht auf, zog auf, aufgezogen (Perfekt mit haben)
ziehend öffnen; durch Herausziehen öffnen.
Er hat die Schublade aufgezogen, um den Bleistift herauszuholen.
Er zieht die Vorhänge auf, um das Fenster zu öffnen.

aufziehen (3) – aufziehen, zieht auf, zog auf, aufgezogen (Perfekt mit haben)
großziehen (Kinder), züchten (Tiere, Pflanzen).
Er möchte ein fremdes Kind wie sein eigenes aufziehen.

aushalten (1) – aushalten, hält aus, hielt aus, ausgehalten (Perfekt mit haben)
unter Kontrolle halten, ertragen
Er hält die Schmerzen aus und benimmt sich wie normal, damit seine Mama sich keine Sorgen um ihn macht.

aushalten (2) – aushalten, hält aus, hielt aus, ausgehalten (Perfekt mit haben)
irgendwo unter bestimmten, schwierigen Umständen bleiben
Sie hatte bei ihm bis zum Tod ausgehalten.

auslaufen (1) – auslaufen, läuft aus, lief aus, ausgelaufen (Perfekt mit sein)
zu Ende gehen; sich seinem Ende nähern; die Gültigkeit verlieren.
Der Mietvertrag läuft bald aus.
Memo: Es gibt viele Bedeutungen

auslaufen (2) – auslaufen, läuft aus, lief aus, ausgelaufen (Perfekt mit sein)
aus einem Gefäß herausfließen; durch Herauslaufen der Flüssigkeit leer werden
Das Benzin ist aus dem Tank ausgelaufen.

auslaufen (3) – auslaufen, läuft aus, lief aus, ausgelaufen (Perfekt mit sein) Den Hafen verlassen, in See stechen.
Das Schiff ist gestern nach Hamburg ausgelaufen.

ausmachen (1) – ausmachen, macht aus, machte aus, ausgemacht (Perfekt mit haben)
vereinbaren, verabreden
Wir mussten einen Treffpunkt ausmachen, um unsere Präsentation vorzubereiten.

ausmachen (2) – ausmachen, macht aus, machte aus, ausgemacht (Perfekt mit haben)
betragen; als Preis, Menge o. Ä. haben, ergeben
Die Gesamtsumme unserer Ausgaben hat 100 Euro ausgemacht.

ausmachen (3) – ausmachen, macht aus, machte aus, ausgemacht (Perfekt mit haben)
der Inhalt von etwas sein; ausfüllen
Die Sorge für ihre Familie macht ihr Leben aus.

ausnehmen – ausnehmen, nimmt aus, nahm aus, ausgenommen (Perfekt mit haben)
ein geschlachtetes oder erlegtes Tier von den Eingeweiden befreien
Man kann einen gefangenen Fisch leicht ausnehmen.

aussetzen (1) – aussetzen, setzt aus, setzte aus, ausgesetzt (Perfekt mit haben)
Wegbringen und sich selbst überlassen. Irgendwohin bringen und dort zurücklassen, ohne sich weiter darum zu kümmern
Auch die Mitarbeiter des Tierheimes sind entsetzt. Am Sonntag wurde eine kleine Perserkatze direkt vor der Tür ihres Gebäudes ausgesetzt.
Ein Hund und eine Katze sind auf einem Parkplatz in Sachsen-Anhalt bei Eiseskälte ausgesetzt worden.
Memo: im negativen Sinne: ein Kind oder Haustier; im positiven Sinne: ein Wildtier

aussetzen (2) – aussetzen, setzt aus, setzte aus, ausgesetzt (Perfekt mit haben)
etwas für kurze Zeit unterbrechen, für kurze Zeit nicht weitermachen
Wir haben beim Würfelspiel eine Runde ausgesetzt Wenn ich meine Diät nur eine Woche aussetzen muss, werde ich mindestens ein paar Kilo zunehmen.

austreten (1) – austreten, tritt aus, trat aus, ausgetreten (Perfekt mit haben)
etwas durch Treten löschen
Treten Sie bitte Ihre Zigarette aus, wenn Sie reinkommen.

austreten (2) – austreten, tritt aus, trat aus, ausgetreten (Perfekt mit sein)
aus einer Institution freiwillig ausscheiden; die Mitgliedschaft beenden
Nach vielen Enttäuschungen bin ich aus der Partei ausgetreten.

austreten (3) – austreten, tritt aus, trat aus, ausgetreten einen Raum verlassen, um seine Notdurft zu verrichten Frau Lindner, darf ich mal austreten?
Memo: nur im Infinitiv gebräuchlich

austreten (4) – austreten, tritt aus, trat aus, ausgetreten (Perfekt mit sein)
nach außen, ins Freie gelangen (für Gase oder Flüssigkeiten, die normalerweise nicht ins Freie gelangen sollen)
In den oberen Räumen war Gas ausgetreten.

austreten (5) – austreten, tritt aus, trat aus, ausgetreten (Perfekt mit haben)
Schuhe durch häufige Verwendung weit und bequem machen und dabei etwas abnutzen
Nach 3 Wochen habe ich meine neue Schuhe endlich ausgetreten.

Autonomie – die Autonomie, die Autonomien
Unabhängigkeit, Selbstständigkeit
Die Autonomie der Universitäten muss garantiert werden.

Bedenkzeit – die Bedenkzeit, die Bedenkzeit
Zeit, sich zu bedenken, bevor man eine Entscheidung trifft
Sie hatten 1 Jahr Bedenkzeit vor der Trennung.
Memo: Bedenkzeit ausbitten

befördern – befördern, befördert, beförderte, befördert (Perfekt mit haben)
jmdn. mit einer höheren Position betrauen
Es gab die Möglichkeiten, begabte Menschen bei der Arbeit zu befördern.

Beisitzer – der Beisitzer, die Beisitzer
jmnd., der als Beobachter eine mündliche Prüfung begleitet. Normalweise schreibt der Beisitzer das Protokoll.
Während der Prüfung hat auch der Beisitzer Fragen gestellt.

beitreten – beitreten, tritt bei, trat bei, beigetreten (Perfekt mit sein)
Mitglied in einer Vereinigung oder Organisation werden.
einem Verein beitreten; einer Partei beitreten; einer Organisation beitreten (mit Dativ)

Wenn Sie unserem Verein als Mitglied beitreten wollen, füllen Sie bitte diese Beitrittserklärung aus.
In der Schweiz wird darüber diskutiert, ob die Schweiz der EU beitreten soll oder nicht.
Memo: mit Dativ

benehmen – benehmen, benimmt, benahm (Perfekt mit haben)
wegnehmen, entziehen, rauben
Das benimmt ihnen nicht das Recht, selbst zu entscheiden.
Memo: nur im amtlichen Kontext; klingt sehr formell

besetzen (1) – besetzen, besetzt, besetzte, besetzt (Perfekt mit haben)
einen Platz für sich oder für jemand anderen frei halten
Ist der Platz noch frei? – Nein, hier ist schon besetzt.

besetzen (2) – besetzen, besetzt, besetzte, besetzt (Perfekt mit haben)
illegal in ein leer stehendes Haus einziehen
„Wir werden“, sagt sie und klingt sehr entschlossen, „dieses Haus im Laufe des Nachmittags besetzen.“

besetzen (3) – besetzen, besetzt, besetzte, besetzt (Perfekt mit haben)
sich längere Zeit an einem Ort aufhalten, um eine Forderung durchzusetzen od. um zu demonstrieren
Dutzende Protestierer haben am Silvestermorgen die Botschaft des Vatikan in Frankreich besetzt.

beziehen (1) – beziehen, bezieht, bezog, bezogen (Perfekt mit haben)
bespannen, überziehen, bewölken.
Sie hat das Zimmer aufgeräumt und die Betten frisch bezogen.
Die schwarzen Wolken beziehen den Himmel und es wird bald regnen.

beziehen (2) – beziehen, bezieht, bezog, bezogen (Perfekt mit haben)
in etwas einziehen.
Das Ehepaar bezieht eine neue Wohnung, obwohl sie noch nicht ganz mit Möbel ausgestattet ist.

beziehen (sich) – beziehen (sich), bezieht, bezog, bezogen (Perfekt mit haben, refl.)
sich auf etwas berufen; jemanden, etwas betreffen; in Zusammenhang bringen; gedanklich verknüpfen; in Beziehung setzen.
Ich beziehe mich auf Ihr Schreiben vom 14. Dezember 2012.
Diese Kritik bezog sich nicht auf dich, sondern auf deine Arbeit.

bilanzieren – bilanzieren, bilanziert, bilanzierte, bilanziert (Perfekt mit haben)

in Bezug auf Soll und Haben ausgeglichen sein; über etwas eine Bilanz aufstellen; 2. figurativ: eine Bilanz ziehen

Das Konto bilanziert mit 12 345 Euro.

„Trotz einiger Schwächen können wir mit unserer Leistung zufrieden sein“, bilanzierte der Trainer nach dem Spiel.

die Finger von etw. lassensich nicht beteiligen an, nicht teilnehmen an etw., etw. nicht tun, weil es zu gefährlich ist
Das ist zu gefährlich. Lassen Sie lieber die Finger davon. (mit »von«)
Und es gibt noch einen anderen guten Grund, von solchen Fälschungen die Finger zu lassen, egal ob sie nebenbei in der Original-Fabrik oder von Hinterhof-Fälschern produziert werden.
Und es gibt noch einen anderen guten Grund, von solchen Fälschungen die Finger zu lassen, egal ob sie nebenbei in der Original-Fabrik oder von Hinterhof-Fälschern produziert werden.

distanzieren von (sich) (1) – distanzieren von (sich), distanziert, distanzierte, distanziert (Perfekt mit haben, refl.)
mit etwas, das passiert ist, nicht assoziiert werden wollen.
Die Regierung distanziert sich von Gewalt.
Viele Schüler und Studenten sind auf die Straße gegangen, um sich von den Randalierern zu distanzieren.
Memo: Man möchte nicht mit etwas Negativem assoziiert werden – man distanziert sich davon.

distanzieren von (sich) (2) – distanzieren von (sich), distanziert, distanzierte, distanziert (Perfekt mit haben, refl.)

1.einen Unterschied zwischen der eigenen Position und einer anderen Position konstatieren, z. B. zwischen verschiedenen Äußerungen, Meinungen, oder Meldungen; 2. einen Unterschied zwischen der eigenen heutigen Position und einer früher vertretenen Position oder einer gemachten Äußerung konstatieren

Der Minister distanzierte sich von den Äußerungen seines Parteikollegen.
Der Minister distanzierte sich von seinen früheren Äußerungen.

Diversität – die Diversität
Vielfalt, Vielfältigkeit.
Die vielfältigen Einflüsse aus Asien und Afrika und ihre Weiterentwicklung führten zur Diversität der Kulturen, wozu auch die Geomorphologie Europas beitrug

Doppelgänger – der Doppelgänger, die Doppelgänger
jmnd., der sehr ähnlich aussieht wie eine andere Person, so dass man die beiden verwechseln könnte
Mit dem typischen Outfit des Popstars Michael Jackson hat ein Doppelgänger in London Fotografen zum Narren gehalten, während der wirkliche Popsänger sich in Korea aufhielt.
Manchmal engagieren Politiker und Stars aus Sicherheitsgründen einen Doppelgänger, der die Fotografen oder Fans ablenken soll.
Memo: Film, Psychologie, Literatur

Dringlichkeitssitzung – die Dringlichkeitssitzung, die Dringlichkeitssitzungen
Eine Sitzung oder Gespräche während einer Krise, wenn eine Entscheidung sehr schnell getroffen worden muss.
Die Arabische Liga bereitete für Samstag eine Dringlichkeitssitzung ihrer Außenminister vor.

Eifer – der Eifer – 1.das starke Bemühen, ein Ziel zu erreichen. 2.eine leidenschaftliche Gefühlsbewegung, bei der jemand die Kontrolle über sich verliert.
Er widmet sich seinem Studium mit großem Eifer.
Der neue Angreifer zeigte vollen Einsatz, aber vor lauter Eifer stolperte er manchmal über den Ball.

einbringen (1) – einbringen, bringt ein, brachte ein, eingebracht (Perfekt mit haben)
ernten
Der Landwirt bringt jedes Jahr sein Getreide ein.

einbringen (2) – einbringen, bringt ein, brachte ein, eingebracht (Perfekt mit haben)
Zu Gewinn führen, zu Ruhm führen.
Seine Musik hat ihm Ruhm eingebracht.

eingeben – eingeben, gibt ein, gab ein, eingegeben (Perfekt mit haben)
Daten in einen Computer schreiben
Wenn Sie sich bei mylörn anmelden, müssen Sie Ihren Benutzernamen (Username) und Ihr Passwort eingeben.
Wenn man von seinem Konto Geld abheben möchte, muss man seine PIN eingeben.

einmachen – einmachen, macht ein, machte ein, eingemacht (Perfekt mit haben)
etwas haltbar machen, konservieren, indem man es kocht und luftdicht verschließt
Meine Oma hat immer Kirschen für den Winter eingemacht.
Viele Sorten von eingemachtem Gemüse kann man heutzutage in jedem Supermarkt kaufen.
konservieren

einnehmen (1) – einnehmen, nimmt ein, nahm ein, eingenommen (Perfekt mit haben)
in Empfang nehmen; als Verdienst, Ertrag o. Ä. erhalten; verdienen (z.B. Geld)
Wegen der Krise haben sie heute in ihrem Geschäft nicht viel Geld eingenommen .

einnehmen (2) – einnehmen, nimmt ein, nahm ein, eingenommen (Perfekt mit haben)
zu sich nehmen, schlucken, nehmen
Bei einer Erkältung muss man den Hustensaft einnehmen.

einschreiben – einschreiben, schreibt ein, schrieb ein, eingeschrieben (Perfekt mit haben)
j-n schriftlich zu etwas anmelden
Der Dozent hat die Studentin als Teilnehmerin in die Kursliste eingeschrieben.

einsetzen (1) – einsetzen, setzt ein, setzte ein, eingesetzt (Perfekt mit haben)
als Teil in etwas setzen irgendwo einfügen, hineinbringen.
Das Haus ist fast fertig. Morgen werden die Fenster eingesetzt.

einsetzen (2) – einsetzen, setzt ein, setzte ein, eingesetzt (Perfekt mit haben)
verwenden
Sie konzentrierte sich auf die typischen Ha-Laute, die alle Menschen ständig in Gesprächen einsetzen, ohne sich dessen bewusst zu sein.
Die neue Technologie wird auch bei der Herstellung von Lebensmittelverpackungen eingesetzt.

eintreten (1) – eintreten, tritt ein, trat ein, eingetreten (Perfekt mit sein)
in einen Raum hineingehen
Er trat leise in das Zimmer ein.

eintreten (2) – eintreten, tritt ein, trat ein, eingetreten (Perfekt mit sein)
sich irgendwo als Mitglied aufnehmen lassen
Ihr Vater war ein Politiker und sie ist auch in eine Partei eingetreten.

eintreten (3) – eintreten, tritt ein, trat ein, eingetreten (Perfekt mit sein)
in Schutz nehmen oder für jmdn. sprechen, sich für etwas mit Entschiedenheit öffentlich einsetzen
Sie ist immer für ihn eingetreten, obwohl er manchmal nicht Recht hatte.

eintreten (4) – eintreten, tritt ein, trat ein, eingetreten (Perfekt mit sein)
in einen Ablauf eingreifend, eine Situation verändernd sich ereignen, geschehen
Das Unglaubliche trat ein.
Sein Tod war am frühen Morgen eingetreten.

eintreten (5) – eintreten, tritt ein, trat ein, eingetreten (Perfekt mit haben)
durch Treten zerstören
Vor Wut hat er die Tür eingetreten.

Empfindsamkeit die Empfindsamkeit
Sensibilität; feines Gefühl; die Fähigkeit bestimmte Gefühle zu erfahren.
Statt Sensibilität werden auch die Ausdrücke Empfindsamkeit, Einfühlsamkeit und Fingerspitzengefühl verwendet.

Entschluss – der Entschluss, die Entschlüsse
der feste Wille, etwas zu tun; eine Entscheidung.
Ich habe den Entschluss gefasst, den Vertrag zu kündigen.
Ich habe endlich den Entschluss gefasst, das Stellenangebot anzunehmen.
Memo: einen Entschluss fassen

entwickeln – entwickeln, entwickelt, entwickelte, entwickelt
aufbauen oder wachsen lassen, z. B. eine Idee oder ein Projekt
Bei dem Treffen ging es darum, ein neues Marketingkonzept zu entwickeln.

ermitteln – ermitteln, ermittelt, ermittelte, ermittelt (Perfekt mit haben)
etwas herausfinden, etwas bestimmen
Die Forscher ermitteln die Präferenzen des Publikums bei der Wahl durch Umfragen.

Ersatz – der Ersatz, die ohne pl – 1.Person, die man anstelle einer anderen Person einsetzen kann; 2. Etwas, das man anstelle von etwas anderem einsetzen kann.
Haben Sie als Ersatz für den gekündigten Vertrag einen neuen Vertrag bei ihrem alten Anbieter abgeschlossen?
Beim Fußballspiel sitzen die Ersatzspieler auf der Bank und warten auf ihren Einsatz.

Erzählung – die Erzählung, die Erzählungen

eine Geschichte, oder die Reihenfolge der Ereignisse in einer Geschichte
In London wurde die Oper «Doctor Ox’s Experiment» von Gavin Bryars uraufgeführt. Die Geschichte basiert auf einer Erzählung von Jules Verne.

Fälschung – die Fälschung, die Fälschungen
etwas, das nicht authentisch ist.
Das Gemälde, das angeblich von Monet war, ist eigentlich eine Fälschung.

fordern – fordern, fordert, forderte, gefordert (Perfekt mit haben)
etwas vom jemandem verlangen
Die Entführer fordern eine Million Euro Lösegeld.

fördern – fördern, fördert, förderte, gefördert (Perfekt mit haben)
mit Geld oder mit Einfluss unterstützen
Die Jugendarbeit muss finanziell gefördert werden.
Die Studentin ist von ihrem Professor gefördert worden.

Geschäftsbereich – der Geschäftsbereich, die Geschäftsbereiche
ein Arbeitsbereich in einem Betrieb.
Die neue Technologie hilft bei der Entwicklung des neuen Geschäftsbereichs.

Gesetz – das Gesetz, die Gesetze
Eine Sammlung von allgemein verbindlichen Rechtsnormen, die in einem förmlichen Verfahren von dem dazu ermächtigten staatlichen Organ – dem Gesetzgeber – erlassen worden ist.
Laut Gesetz ist der Verkauf von Spirituosen an Jugendliche unter 18 Jahren verboten.
Da der Täter sich schuldig bekannte und bisher noch nie mit dem Gesetz in Konflikt geraten war, wurde von einer höheren Strafe abgesehen.

großangelegt – großangelegt
großzügig, in großem Stil angelegt, geplant
Das ist ein großangelegtes Projekt, an dem einige hundert Mitarbeiter beschäftigt sind.

herausnehmen – herausnehmen, nimmt heraus, nahm heraus, herausgenommen (Perfekt mit haben)
aus dem Inneren eines Behälters, Nest o. Ä. nehmen, entfernen, wegnehmen
Der Fuchs kann auch junge Vögel aus dem Nest herausnehmen.

herausstellen (sich) – herausstellen (sich), stellt sich heraus, stellte sich heraus, sich herausgestellt (Perfekt mit haben, refl.)
sich plötzlich zeigen, dass etwas anders ist, als man gedacht hat; sich erweisen
Als ich zum Unterricht kam, stellte es sich heraus, dass an diesem Tag die Klausur stattfand.

hervorbringen – hervorbringen, bringt hervor, brachte hervor, hervorgebracht (Perfekt mit haben)
etwas generieren oder etwas entwickeln
Das neue Prüfungssystem der Universität hat bessere Wissenschaftler hervorgebracht.

hervorholen – hervorholen, holt hervor, holte hervor, hervorgeholt (Perfekt mit haben)
etwas herausholen, z.B. etwas aus der Tasche herausholen
Als der Polizist danach gefragt hat, hat er seinen Führerschein hervorgeholt.

hervortreten (1) – hervortreten, tritt hervor, trat hervor, hervorgetreten (Perfekt mit sein)
hinter, aus, unter, zwischen etwas heraus nach vorn treten
Zwei Gestalten treten aus der Dunkelheit hervor.
Zwei Gestalten treten aus der Dunkelheit hervor.

hervortreten (2) – hervortreten, tritt hervor, trat hervor, hervorgetreten (Perfekt mit sein)
deutlich sichtbar, erkennbar werden
Der Unterschied zwischen beiden Brüdern trat immer deutlicher hervor.
Der Unterschied zwischen beiden Brüdern trat immer deutlicher hervor.

hervortreten (3) – hervortreten, tritt hervor, trat hervor, hervorgetreten (Perfekt mit sein)
mit etwas an die Öffentlichkeit treten
Der junge Autor ist jetzt mit einem neuen Roman hervorgetreten.

hervortreten (4) – hervortreten, tritt hervor, trat hervor, hervorgetreten (Perfekt mit sein)
hinter etwas hervorkommen
Die Sonne tritt hinter den Wolken hervor.
Die Sonne tritt hinter den Wolken hervor.

Hirngespinst – das Hirngespinst, die Hirngespinste
eine absurde Idee
Gibt es außerirdische Lebensformen wirklich, oder sind das nur Hirngespinste von Science-Fiction-Autoren?
Memo: Psychologie

hitzeresistent – hitzeresistent, hitzeresistenter, am hitzeresistenteste
wenn etwas trotz hoher Temperaturen nicht zerstört wird
Diese Pflanze gedeiht auch in heißen Klimazonen, denn sie ist sehr hitzeresistent.
Wegen der hohen Temperaturen muss das verwendete Material hitzeresistent sein.
wärmebeständig

Fortsetzung folgt… To be continued…

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