TestDaF – Schriftlicher und Mündlicher Ausdruck

Vor- und Nachteile der Selbstständigkeit

In den heutigen Zeiten, in denen das Lebens- und Arbeitstempo immer höher wird, muss man als Berufstätiger äußerst flexibel sein. Dies gilt nicht nur in Hinsicht auf den Arbeitsort und den Fachbereich, sondern auch auf die Art der Beschäftigung. Das bedeutet, dass immer mehr kleine selbständige Einheiten entstehen. Die Firmengründungen im Bereich der Micro- und Minifirmen sind in den letzten Jahren rasant gestiegen.

Aber welche Vor- und Nachteile ergeben sich für den Einzelnen aus der Selbständigkeit?
Ein wichtiger Vorteil ist für viele die Tatsache, dass man sein eigener Herr ist, dass man selbst entscheidet, was man macht und wann man es machen möchte. Im weitesten Sinne ist darunter die Unabhängigkeit zu verstehen, was sich allerdings als ein Trugschloss herausstellen kann, da man als Selbständiger von seinen Kunden abhängig ist und die Konkurrenz einem ständig im Nacken sitzt. Der nächste wichtige Punkt, der für die Selbständigkeit spricht, sind die höheren Verdienstmöglichkeiten. Das ist natürlich ein gutes Argument, aber auch das Risiko, eventuelle Verluste zu erleiden , ist wesentlich höher.

Selbständige arbeiten oft wesentlich länger als Angestellte und die Arbeitszeiten sind sehr unregelmäßig. Dies hat zur Folge, dass die Familie zu kurz kommt und man kaum noch Zeit für seine Freunde hat. Als weiterer Nachteil gilt das oft unregelmäßige Einkommen, das kaum eine vernünftige Zukunftsplanung erlaubt. Trotzdem hält der Trend zur Selbständigkeit an. Besonders ältere Arbeitnehmer und vor allem auch Erwerbslose spielen mit den Gedanken, sich selbständig zu machen, da sie kaum noch Chancen haben, einen Arbeitsplatz zu finden.
Hierbei sollte man das finanzielle Risiko nicht unterschätzen und sich entsprechend bei Banken und Beratungsstellen informieren, um keine Überraschungen zu erleben. Wichtig ist auch das notwendige Know How. Wer nicht darüber verfügt, muss sich voll auf seine Mitarbeiter verlassen und begibt sich so in eine Abhängigkeit, die er eigentlich nicht wollte.

Allerdings ist die Arbeit als Selbständiger unglaublich abwechslungsreich und interessant, und das ist wohl der größte Vorteil.

Es gibt viele Arten der Selbständigkeit. Die wohl angenehmste und bequemste ist die Arbeit von zu Hause aus. Gerade im Bereich Online Vertrieb und Marketing gibt es hier zahlreiche Unternehmensformen.

Quelle: internet

TestDaF – Schriftlicher und Mündlicher Ausdruck

Themen zur TestDaF und DSH

Generationenhaus – mit Oma und Opa unter einem Dach

In einem Generationenhaus leben Mama, Papa, Oma, Opa, Kinder und Enkel gemeinsam unter einem Dach. Das klingt zunächst etwas ungewöhnlich, aber das Mehrgenerationen-Wohnen gewinnt immer mehr an Beliebtheit. Hierbei steht nicht im Vordergrund , dass es sich um eine Familie handelt, die in einem Generationenhaus zusammen lebt, sondern um die verschiedenen Altersgruppen, die gemeinsam ihren Alltag bestreiten.

Was ist ein Generationenhaus?

Wie der Name Generationenhaus schon deutlich macht, wohnen mehrere Menschen verschiedener Altersgruppen gemeinsam in einem Haus. Hierbei gibt es aber durchaus einzelne Wohneinheiten. Gemeinschaftsbereiche wie Badezimmer, Wohnzimmer, Garten oder Küche werden oftmals zusammen genutzt. Es gibt viele verschiedene Arten der Umsetzung von einem Generationenhaus. Die Idee ist aber immer die gleiche: Personen aller Altersklassen leben zusammen, teilen sich gewisse Bereiche und unterstützen sich gegenseitig in alltäglich anfallenden Aufgaben.

Welche Vorteile bietet ein Generationenhaus?

Das Generationenhaus bietet für jeden Mitbewohner Vorteile. Wenn Du und Dein Partner beispielsweise unterwegs oder arbeiten seit, kann die ältere Generation die Kinderbetreuung übernehmen. Du sparst somit die Betreuungskosten, wenn Oma oder Opa diese Aufgabe übernehmen. Im Gegenzug haben die älteren Mitbewohner den Vorteil, dass ihnen Arbeiten wie Fensterputzen oder den Rasen mähen, die im fortgeschrittenen Alter nur schwer zu bewältigen sind, von den jüngeren Bewohnern abgenommen werden. Obwohl sich alle unterstützen, bleibt die Eigenständigkeit jedes Einzelnen generell bewahrt. Ein zentraler Vorteil des Generationenhauses ist, dass Du nur dann alleine bist, wenn Du es wirklich möchtest. Besonders für Deine Kinder ist es schön, immer einen Ansprechpartner und jemanden zum gemeinsamen Spielen zu haben.

Welche Nachteile hat ein Generationenhaus?

Natürlich hat diese Art von Zusammenleben nicht nur Vorteile. Grundsätzlich kommt es in einem Generationenhaus häufiger zu Konflikten, da hier Menschen verschiedener Altersklassen und Anschauungen einen großen Teil ihrer Zeit gemeinsam verbringen. Besonders Themen wie Kindererziehung und die Aufteilung der Aufgaben spielen in diesem Zusammenhang eine bedeutende Rolle. Deshalb ist es wichtig, dass sich alle Mitbewohner vorher einig sind, welche Rechte und Pflichten jeder einzelne hat.

Es ist auch schwierig, geeignete Räumlichkeiten für das Zusammenleben zu finden. Mittlerweile beschäftigen sich bereits Architekten und staatliche Institute mit der Umsetzung von Generationenhäusern, da bereits vorhandene Bauten nur selten den Anforderungen entsprechen. Es ist beispielsweise wichtig, dass sie barrierefrei sind, eine gute Lage haben und über genügend Platz verfügen.

Quelle: netmoms.de

Foto: liebeundfamilie.de

TestDaF Mündlicher Ausdrück – Tipps

Aufgabe 1

Situation: Ihr müsst irgendwo anrufen

Aufgabenstellung:

1.Stellen Sie sich vor

2.Sagen Sie, warum sie anrufen

3.Fragen Sie nach Einzelheiten
Während der Vorbereitungszeit solltet ihr euch ein paar passende Fragen nach den Einzelheiten überlegen und nur das Fragewort notieren. Viel Zeit habt ihr nicht. Euch vorstellen könnt ihr hoffentlich und den Grund eures Anrufs könnt ihr aus der Situationsbeschreibung ablesen.

z.B
Guten Tag!
Mein Name ist_________________________________
Ich rufe an, weil________________________________

Ich möchte gern wissen, ______________
Könnten Sie mir bitte auch sagen____________________
Außerdem_____________________________________
und eine letzte Frage habe ich noch___________________

Entschuldigen Sie vielen Fragen, aber es ist alles ganz neu für mich.

Aufgabe 2
Situation: Ihr müsst über euer Heimatland berichten

Charakter der Situation: informell (Freund)

Aufgabenstellung:

Berichten/Erzählen
Hier könnt ihr so viel wie möglich erzählen. Achtet darauf, dass ihr wirklich über das Thema sprecht, das in der Aufgabe vorgegeben ist. Es reicht nicht, wenn ihr nur sagt, dass in eurem Heimatland “alles genau so ist wie in Deutschland” oder “alles sehr gut” bzw. “alles sehr schlecht” ist. Wenn das so ist, dann müsst ihr genau beschreiben, WAS genau so ist wie in Deutschland bzw. WAS gut oder WAS schlecht ist. Vermeiden solltet ihr natürlich auch so tolle Beiträge wie “das weiß ich nicht” “das kann ich nicht sagen”, “davon habe ich keine Ahnung”. Wenn das so ist, dann solltet ihr euch schnell einfallen lassen, was ihr trotzdem sagen könnt …

z.B

Also, weißt du____________________________, bei uns,(nennen deine Heimatland), ________________________________________________________________________.

Aufgabe 3
Situation: Ihr seid Teilnehmer in einem Uni-Seminar und müsst den anderen Kursteilnehmern eine Grafik beschreiben.

Charakter der Situation: formell bzw. neutral (keine Anrede nötig)

Aufgabenstellung:

1.Aufbau der Grafik erklären

2.Informationen der Grafik zusammenfassen

Am wichtigsten ist, dass ihr die Informationen der Grafik zusammenfasst. Das bedeutet, dass ihr nicht die Zahlen aus der Grafik vorlesen sollt, sondern erklärt, was die Grafik zeigen möchte.

Tipp 1: Wenn ihr die Grafik zusammenfasst, stellt euch vor, dass ihr die Grafik gesehen habt, aber sie nicht mehr vor euch liegen habt und jetzt müsst ihr sagen, was in der Grafik gezeigt wird – und zwar ohne Zahlen. (Die Zahlen dienen höchstens als Zusatzinformation.)

Tipp 2: Im ersten Teil der Aufgabe könnt ihr die Informationen, die zu der Grafik (Überschrift, welche Zahlen, Herkunft der Grafik, etc.) gehören, mehr oder weniger vorlesen.

Tipp 3: Es nützt euch wenig, wenn ihr hier nur mit Redemitteln zur Grafikbeschreibung um euch werft, und diese möglicherweise dann noch falsch benutzt – um die Zusammenfassung kommt ihr nicht herum.
Fazit: Nicht so schwer. Diese Aufgabe müsst ihr gut machen, dann habt ihr schon den halben Weg zu TestDaF-Niveau 4 hinter euch.

z.B
Ja, gerne Frau/ Herr Professor_____________________(nennen die Name der Person, die du sprichst mit.)

Das Thema des vorliegenden Schaubildes lautet:______________(Titel der Grafik sagen)
Die Grafik informiert uns uns über________________________(Worüber geht die Grafik)
Die Daten stammen von_____(Quelle sagen) aus dem Jahr______(Jahr, wann die Grafik entstanden)
und beziehen sich auf den Zeitraum von_____bis_____. (Zeitraum der Grafik, aber falls nur ein Jahr gegeben, dieser Teil nicht mehr sagen).

Wie man aus der Grafik deutlich sieht,_______________(Grafik erklären, was besonders auffällig ist, welche Zahlen hoch und niedrig).
Insgesamt kann man sagen, dass_________________________(Hier sagen die Zusammenfassung der Grafik).

Aufgabe 4
Situation: Ihr müsst euch zu einem anspruchsvollen Thema meist aus dem Bildungsbereich in einer universitären Situation differenziert äußern

Charakter der Situation: formell bzw. neutral (Anrede nicht unbedingt nötig)

Aufgabenstellung:

1.Vorteile und Nachteile diskutieren

2.eigene Meinung sagen

3.eigene Meinung begründen
Hier gibt es natürlich verschiedene Wege zum Ziel. Ich persönlich würde zuerst die Vorteile und Nachteile nennen, aber das beste Argument bzw. die besten Argumente für meine Begründung zurückhalten. Ungefähr nach dem Schema:

Für …. spricht
Argument 1
Argument 2
Gegen … spricht
Argument 1
Argument 2
Meine Meinung ist …
weil…
bestes Argument 1
bestes Argument 2

Tipp 1: Die Einführung in die Aufgabe ist oft ziemlich komplex. Wenn ihr die Aufgabe nicht gut versteht, achtet auf die fett gedruckte Aufgabenstellung, dort wird das Thema, das ihr diskutieren sollt, noch mal in Kurzform und klar verständlich formuliert.

Tipp 2: Beim Argumentieren hilft natürlich viel Übung. Argumente findet man, wenn man daran denkt, worum es im Leben meistens geht: Zeit, Geld, Quantität, Qualität, Beziehungen, etc.
Fazit: Für mich die schwierigste Aufgabe, da man in kurzer Zeit viele Argumente zu einem unbekannten, nicht ganz einfachen Thema finden muss – und Argumentieren ist erfahrungsgemäß nicht jedermanns Sache

z.B
(Argumente Abwägen -Formel ´´Sie´´)

Variante A (zwei Vorschläge, die eine davon auswählen muss)

Es ist nicht leicht eine Entscheidung zu treffen, da es für beide Positionen gute Argumente gibt.
Aus meiner Anschicht , wenn man______________________(Vorteile, der nicht gewählte Vorschlag).
Außerdem___________________________(weitere Vorteil, wie in oben).
Aber , wenn _______________(Vorteile gewählte Vorschlag)
Weiterhin____________________________(weitere Vorteil gewählte Vorschlag)
Gegen_______________________(Vorschlag hier sagen ,dass du denkst, nicht so gut ist)spricht vor allem , dass_________________________(Nachteile sagen hier).

Aus diesen beiden Gründen bin insgesamt gegen______________________.(Vorschlag hier sagen, dass du denkst nicht so gut ist).

Variante B (nur einen Vorschlag)

Also ich bin der Auffassung , dass dieser Vorschlag nicht besonders gut ist.
Natürlich, wenn dieser Vorschlag durchgeführt könnte._
Außerdem__________(weitere Vorteil). Auf der andere Seite__________________(Nachteil)________. Alles in allem, obwohl dieser Vorschlag einige Nachteile gibt, halte ich ihn trotzdem nicht so gut.

Aufgabe 5
Situation: Ihr müsst einem Freund einen Rat geben

Charakter der Situation: informell

Aufgabenstellung:

1.Rat geben

2.Vorteile und Nachteile abwägen

3.Meinung begründen
Tipp 1: Wichtig ist hier, dass ihr nicht nur einen Rat gebt und eure Meinung begründet, sondern auch Argumente für die Gegenposition nennt.

Also NICH so:

Meiner Meinung nach solltest du ….
weil

sondern so:

Tja, also, die Sache ist nicht ganz so einfach
Einerseits spricht für …
Andererseits spricht gegen …
aber ich finde du solltest …
weil …

oder
so z.B
Weißt du,_(Name nennen), wenn ich du wäre, würde ich mich für_____________entscheiden.
Natürlich, wenn du_____________________________________________________________

Auf der andere Seite_______________________________________________________________
Vielleicht solltest du auch bedenken, dass_____________________. Also wenn du mich fragst, würde ich mich für_________________ entschieden. ich hoffe, dass du es nicht bereuen wirst.

Die Aufgabe ist ähnlich wie Aufgabe 4, aber insgesamt leichter, vor allem weil das Thema aus dem Alltagsbereich stammt und deshalb leichter Argumente zu finden sind. Diese Aufgabe finde ich mit Aufgabe 3 am wichtigsten, denn sie entscheidet, ob ihr TestDaF-Niveau 4 erreichen könnt.

Aufgabe 6

Situation: Ihr befindet euch wieder in einem Hochschulseminar und müsst mögliche Gründe für eine aktuelle gesellschaftliche Entwicklung nennen, die in einer Grafik dargestellt ist und Überlegungen zur Zukunft dieser Entwicklung anstellen. Die Grafiken beziehen sich oft auf Deutschland. Die Themen sind aber international bekannt – vorausgesetzt man interessiert sich ein bisschen dafür, was in der Welt so passiert …

Charakter der Situation: formell

Aufgabenstellung:

1.Informationen der Grafik benennen

2.mögliche Gründe benennen

3.mögliche zukünftige Entwicklungen darstellen
Wichtig ist, dass ihr hier KEINE Grafikbeschreibung macht. Ihr müsst in ca. einem Satz benennen, welche Entwicklung in der Grafik dargestellt ist, aber dann ist die Hauptaufgabe mögliche Gründe für diese Entwicklung zu finden und die zukünftige Entwicklung einzuschätzen.

Tipp! Hier ist euer Weltwissen gefragt, wer sich nicht für gesellschaftliche Entwicklungen interessiert, dürfte hier Probleme bekommen – da helfen auch keine Tipps …
Keine Aufgabe für Denkfaule – aber wer TestDaF-Niveau 5 erreichen möchte, muss schon etwas dafür tun.

z.B
Ja gerne Frau/ Herr Professor____________________________________.
Wir haben hier eine Grafik , die uns zeigt,___________(Worum geht der Grafik)
Es lässt sich der Grafik, dass_______________________(Zusammenfassung der Grafik). braucht nicht mehr die Grafik an diesen Teil ganz beschrieben).

Für diese Entwicklung gibt es wahrschienlcih mehrere Gründe. Erstens_____________________ Zweitens_________________. Ein weiterer Grund könnte sein, dass_____________________.

Ich nehme an, dass die Tendenz in der Zukunft weiter (steigen/sinken) wird

weil___________________________________. Außerdem_______________. Aus diesen beiden Gründen denke ich, dass_________________________________weiter (steigen/sinken) wird

Aufgabe 7
Situation: Ihr sprecht mit einem Freund oder einer Freundin und müsst sagen, was ihr in einer bestimmten Situation anstelle dieses Freundes bzw. dieser Freundin tun würdet.

Charakter der Situation: informell

Aufgabenstellung:

1.sagen, was ihr machen würdet, wenn …

2.begründen
Ihr müsst klar sagen, was ihr machen würdet und das begründen. Also ca. so:

Ich an deiner Stelle würde ….
weil …
und weil …
und weil …
und 😉

oder
Also, weißt du__________________(Name nennen). Ich denke nicht, dass___________________________nicht für dich geeignet ist.

weil____________________________________________Außerdem_______________________.

(Umgangssprache ist erlaubt)

Wenn ihr TestDaF-Niveau 4 für die Uni braucht, dann habt ihr es schon geschafft – oder eben leider nicht. Aufgabe 7 kann euch da nicht mehr retten.

TestDaF-Training: Leseverstehen

Erfolgreich telefonieren

In vielen Unternehmen sind Kundenkontakte wichtig. Solche Kontakte finden entweder als persönliche Termine oder aber am Telefon statt. Wer als Mitarbeiter erfolgreich telefonieren möchte, der muss sich auf ein solches Telefonat gut vorbereiten. Einige praktische Tipps können dabei helfen.
Um während eines telefonischen Kundengespräches sein Ziel zu erreichen, ist es wichtig, sich schon vor dem Telefonat darauf einzustellen. Denn wenn die eigene Motivation nicht stimmt, wird der Kunde letztlich unzufrieden sein. Um dies zu verhindern, ist es notwendig, schon vor dem telefonieren für sich selbst zu klären, wozu das Gespräch dient (z.B. Kundenpflege, Verkauf, Kundengewinnung), was man zur Erreichung seines Zieles benötigt und wie das Gespräch im Einzelnen ablaufen soll. Schon vor dem Telefonat sollte man sich also eine Strategie zurechtlegen. Dadurch ist man gut vorbereitet, hat sich motiviert und ist innerlich positiv eingestellt.
Wer erfolgreich telefonieren möchte, der hat bereits durch die Begrüßung des Kunden die Möglichkeit, einen positiven Eindruck zu hinterlassen. Im Idealfall spricht man ruhig und deutlich. Nicht umsonst gilt die Stimme als eine der wichtigsten Visitenkarten bei Geschäftsterminen.
Nach einer freundlichen Begrüßung des Kunden ist es natürlich wichtig, seinen Namen zu nennen, sich als Mitarbeiter seines Unternehmens vorzustellen und eventuell noch darauf hinzuweisen, dass der Anruf vom Kunden gewünscht war. Dadurch weiß der Kunde, mit wem er es zu tun hat und kann den Anrufer schneller einordnen. Dies ist vor allem von Vorteil, wenn man zuerst im Sekretariat eines Kunden landet. Meist verfügt die Sekretärin über einen detaillierten Kalender ihres Vorgesetzten und wird möglichst zügig eine Verbindung herstellen. Ist kein Termin vereinbart, wird man unter Umständen zuerst der Sekretärin den Grund des Anrufes kurz erläutern müssen.
Ist das Gespräch vom Kunden gewünscht, ist das Telefonat etwas einfacher zu führen, da beide Seiten wissen, worum es geht. Bei einem Erstkontakt gestaltet sich das Gespräch meist etwas komplizierter. In diesem Fall heißt erfolgreich telefonieren, sein Produkt oder seine Dienstleistung so kurz und prägnant vorzustellen, dass der Kunde Interesse daran entwickelt und mehr darüber wissen möchte.
Um einen Kunden für das eigene Produkt zu begeistern, braucht man schlagkräftige Argumente, die verdeutlichen, warum gerade das eigene Produkt für den Kunden von Vorteil ist. Um bei einem geschäftlichen Telefonat gezielt auf Nachfragen antworten zu können, sollte man das eigene Produkt natürlich kennen. Auf diese Weise gewinnt der Kunde den Eindruck, mit einem kompetenten Gesprächspartner zu kommunizieren. Geschäftsleute haben in der Regel einen sehr vollen Terminkalender und erwarten daher von geschäftlichen Telefonaten, dass diese vor allem kurz und zugleich aussagekräftig sind. Wer langatmig versucht, sich selbst und sein Produkt vorzustellen, der wird keinen Erfolg haben. Deshalb ist es unbedingt notwendig, sich kurz zu fassen.
Ist ein Kunde interessiert, sollte man vorschlagen, ein Angebot auszuarbeiten, welches ihm zugeschickt wird. Dann hat er Zeit, sich näher mit dem Produkt auseinanderzusetzen und sich detailliert zu informieren.
Damit man beim nächsten Gespräch nicht noch einmal von vorn beginnen muss, sollte, wenn möglich, gleich ein Rückruftermin vereinbart werden. Sonst landet man unter Umständen wieder bei der Sekretärin. Um dies zu vermeiden, kann man sich, wenn es die Situation zulässt, nach der Durchwahl erkundigen. So hat man beim nächsten Anruf sofort den gewünschten Gesprächspartner am Telefon. Am Ende des Gespräches sollte man sich höflich verabschieden und bedanken.
In Unternehmen gehen jeden Tag zahlreiche Telefonate ein bzw. man muss als Mitarbeiter immer wieder mit Kunden oder anderen Unternehmen telefonieren. Damit dabei keine unnötige Zeit verloren geht, sollte man einige Dinge beachten. Beim Telefonieren Zeit sparen kann man beispielsweise dadurch, dass man exakte Termine für geschäftliche Telefonate ausmacht. Auf diese Weise lassen sich Gespräche genau in den Tagesablauf integrieren. Solche Termine kann man entweder selbst bzw. durch die Sekretärin abklären lassen.
Möchte man jemanden telefonisch erreichen und kann beim ersten Anruf keinen Kontakt herstellen, ist es sinnvoll, entweder bei der Sekretärin oder auf dem Anrufbeantworter des Angerufenen eine Nachricht mit der Bitte um Rückruf zu hinterlassen. Dabei sollte man seinen Namen, das eigene Unternehmen sowie die eigene Telefonnummer nennen. Zudem ist es hilfreich, den Grund des Anrufes und eine Zeit zu hinterlassen, wann man selbst am besten erreichbar ist. So kann der Angerufene seinerseits entscheiden, welcher Anruf wichtig ist und welchen er zu einem späteren Zeitpunkt tätigen kann.
Mit bestimmten Personen telefoniert man beruflich häufiger, als mit anderen. Um Zeit zu sparen, bietet es sich an, wichtige Telefonnummern zu speichern. So braucht man die entsprechenden Nummern nicht immer wieder neu wählen, sondern muss lediglich die Taste drücken, unter der die Nummer gespeichert wurde. Ideal ist es natürlich, wenn die Sekretärin die entsprechende Telefonverbindung herstellt. Für weniger oft benötigte Telefonnummern könnte man sich entweder ein Adressbuch anlegen bzw. auf seinem Computer eine Kontaktliste erstellen, in der sich sämtliche Geschäftskontakte ohne Mühe finden lassen.
Bei einem Telefonat Zeit sparen lässt sich auch, indem man sich bereits vor dem Gespräch ein paar Notizen macht, die einem helfen, während eines geschäftlichen Telefongespräches alle wichtigen Punkte abzuarbeiten und nichts zu vergessen. Dadurch hält man sich auch nicht zu lange bei unwesentlichen Punkten auf. Trotzdem sollte am Beginn der Austausch von persönlichen Worten nicht zu kurz kommen.
Eine gute Methode, bei einem geschäftlichen Telefontermin Zeit einzusparen, ist das Setzen eines Zeitlimits. Zwar ist es nicht sinnvoll, dem Gesprächspartner dieses Limit mitzuteilen, aber zumindest innerlich sollte der eingeplante Zeitraum für das Telefonat präsent bleiben.
Auf solche Weise kann man Telefonieren zu einem effizienten Instrument Ihrer geschäftlichen Tätigkeit zu machen.
(Aus: www.arbeitstipps.de/erfolgreich-telefonieren-8-praktische-tipps.html#.UFX7H7IaNEY
www.arbeitstipps.de/zeit-sparen-beim-telefonieren-5-tipps.html#.UFX7tLIaNEY)

Wählen Sie die richtige Antwort:
1) Wichtige Kundenkontakte … :
a) finden als persönliche Treffen und nicht als Telefonate statt.
b) finden als Telefonate und nicht als persönliche Treffen statt.
c) finden als Telefonate und als persönliche Treffen statt.

2) Das Gespräch vor dem Anruf zu planen ist wichtig, … :
a) um eigene Strategie zurechtzulegen.
b) um in sich selbst positiv an das Gespräch einzustellen und sich entsprechend zu motivieren.
c) um für sich selbst zu klären wozu man den Kunden anruft.

3) Sich ausführlich vorzustellen spielt eine große Rolle, … :
a) besonders wenn man den Partner nicht direkt erreichen kann.
b) um sicherzustellen, dass der Anruf vom Kunden gewünscht ist.
c) wenn kein Termin vereinbart ist.

4) Man muss sein Produkt kurz und einprägsam präsentieren, um … :
a) den Kunden von eigener Kompetenz zu überzeugen.
b) um beim Kunden den Bedarf nach weiteren Informationen über das Produkt zu wecken.
c) das erste Gespräch mit dem Kunden zu vereinfachen.

5) Das nach dem Gespräch erstellte Angebot … :
a) erweckt beim Kunden das Interesse zum besprochenen Produkt.
b) hilft dem Kunden, das Produkt besser kennenzulernen.
c) hilft, den Rückruftermin zu vereinbaren.

6) Die Telefonate kann man in den Arbeitsplan gut einbinden, … :
a) indem man sie mit der Sekretärin bespricht.
b) indem man geschäftliche Telefonate von allen anderen trennt.
c) indem man bestimmte Zeit für diese Gespräche festlegt.

7) Wenn man den gewünschten Gesprächspartner nicht sofort telefonisch erreicht, … :
a) muss man auf dem Anrufbeantworter eine Nachricht hinterlassen, dass man ihn später noch einmal anruft.
b) muss man mit der Sekretärin des Gesprächspartners alle geschäftlichen Fragen klären.
c) muss man seine Angaben hinterlassen, um dem Partner die Entscheidung zu überlassen, ob er zurückruft oder nicht.

8) Oft, aber nicht ständig benutzte Telefonnummern muss man … :
a) unter einer Ziffer speichern.
b) in einer Telefonliste speichern.
c) die Sekretärin speichern lassen.

9) Das Telefongespräch muss kurz und deutlich sein, … :
a) aber einen Smalltalk darf man nicht so schnell beenden.
b) und einen Smalltalk darf man auslassen.
c) und einen Smalltalk muss man so schnell wie möglich beenden.

10) Es ist ratsam, ein Zeitlimit für das Telefongespräch zu setzen … :
a) und seinem Partner darüber zu sagen.
b) und es im Kopfe während des Gesprächs zu halten.
c) und nach seinem Ende den Hörer zu legen.

Antworten:

  1. C 2.B 3.A 4.B 5.B 6.C 7.C 8.B 9.A 10.B

B2 Themen- Lesen und Besprechen

Arbeiten, bis der Arzt kommt

Keine Staublungen mehr, dafür Depressionen und Rückenschmerzen: Mit dem Wandel in der Arbeitswelt werden Betriebsärzte zu Gesundheitsmanagern.

Arbeiten im Call-Center, das ist die Position an vorderster Front der Dienstleistungsgesellschaft. Wie in der Legebatterie sitzen die „Agenten“ im Großraumbüro – vor sich der Bildschirm, auf dem Kopf das Headset. Anrufe im Minutentakt. Immer recht freundlich, auch wenn sich die Kunden zuweilen in wüsten Beschimpfungen ergehen. Dazu Schichtdienst, Wochenend- und Nachtarbeit. Die Folgen für die Mitarbeiter können dramatisch sein: von Stress-Symptomen wie Gereiztheit, Schlaflosigkeit und Depressionen bis hin zu gravierenden psychosomatischen Erkrankungen.

Call-Center sind wohl das krasseste Beispiel dafür, wie sehr sich die Arbeitswelt gewandelt hat – und damit auch die Herausforderungen für die Arbeitsmedizin. Die Arbeitsmediziner von heute müssen ganz andere Symptome im Auge haben als früher. Vielfach haben Maschinen schmutzige und gefährliche Arbeiten übernommen. Hinzu kommen strengere Gesetze und eine breitere betriebsärztliche Betreuung, sodass die klassischen Berufskrankheiten wie Staublunge, Asbestkrebs, Lärmschwerhörigkeit oder Bleivergiftung hierzulande selten geworden sind. Dafür nehmen, wie in den Call-Centern, die berufsbedingten psychischen und psychosomatischen Krankheiten rapide zu. Folge einer immer schneller getakteten, immer schwerer berechenbaren globalisierten Arbeitswelt. Mit einer Spritze oder einem Atemschutz ist es da nicht mehr getan. Der Arbeitsmediziner wird zum Seelendoktor.

„Wir sehen in den Betrieben einen ungeheuren Druck“, sagt Peter Angerer, Arbeitsmediziner am Institut für Arbeits- und Umweltmedizin der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) in München. Kein Wunder, dass Rückenschmerzen, oft schlicht psychosomatisch bedingt, mittlerweile eine Volkskrankheit sind. Auch vom Burn-out-Syndrom sind deutlich mehr Menschen betroffen als früher, vor allem Lehrer. In den Katalog moderner Berufskrankheiten gehören auch die immer häufiger zu beobachtenden Allergien. Mit der dramatischen Alterung der Gesellschaft zeichnet sich ein weiteres Thema für die Arbeitsmedizin der Zukunft ab: Wie können ältere Mitarbeiter möglichst gesund im Arbeitsprozess gehalten werden? Wie müssen Arbeitsplätze aussehen, die für ältere Menschen geeignet sind?

Den Bemühungen, die Arbeitsmedizin zukunftsfähig zu machen, steht ein Trend gegenüber, der vielen Arbeitsmedizinern Kopfschmerzen bereitet. „Immer mehr Arbeitgeber fragen, warum sie noch einen Betriebsarzt brauchen“, klagt Hanns Wildgans, Arbeitsmediziner am Institut für Arbeits- und Sozialhygiene Stiftung (IAS) in München. In wirtschaftlich schwierigen Zeiten werde auch die Kostenfrage immer wichtiger. „Es ist doch viel einfacher, etwa eine Motorenproduktion ins Ausland zu verlagern, als sich hier noch einen Arbeitsmediziner einzustellen“.

Hans-Jürgen Bienick, Präsident der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitssicherheit, spricht von einem „großen Akzeptanzproblem“, vor allem bei kleinen und mittleren Betrieben. „Viele Unternehmer fühlen sich von uns belästigt. Die meinen, ihre Mitarbeiter könnten doch genauso gut zu ihrem Hausarzt gehen“. Der sei jedoch keine wirkliche Alternative zu einem guten Betriebsarzt. „Hausärzte kommen oft gar nicht auf den Gedanken, dass es sich bei einem bestimmten Krankheitsbild um eine Berufskrankheit handeln könnte“.

In der Diskussion um die Zukunft der Arbeitsmedizin gibt es aber auch Stimmen, die eine wachsende Bedeutung der Disziplin und jungen Arbeitsmedizinern gute Berufschancen prognostizieren. Dies gilt vor allem für die umfassend weitergebildeten Fachärzte für Arbeitsmedizin. Gesundheitsförderung wird immer wichtiger. Zugleich wird sich die Arbeitsmedizin weiter rasant wandeln. Allein der Trend zu immer mehr Telearbeitern, die meist gar nicht mehr im Betrieb anwesend sind, wirft organisatorische und inhaltliche Fragen auf. Es wird zunehmend darum gehen, die Freelancer zu beraten, wie sie mit einem effektiven Zeit- und Stressmanagement über die Runden kommen.

(Aus: DIE ZEIT 18.11.2004 Nr.48)

Fragen zum Text:
1) Wie hat sich die Rolle von Betriebsärzten in den letzten Jahren geändert?
2) Wie sind die Arbeitsbedingungen in Call-Centern? Zu welchen Gesundheitsproblemen kann eine solche Arbeit führen?
3) Welche klassischen Berufskrankheiten können Sie nennen? Sollen die Ärzte diese Krankheiten so oft wie früher heilen?
4) Welche Beschwerden haben die modernen Mitarbeiter? Worin sieht man die Ursachen dieser Beschwerden?
5) Welche Probleme für Betriebsärzte kann die Alterung der Gesellschaft mit sich bringen?
6) Welche Tendenz zeigt sich im Bereich der Betriebsmedizin in den wirtschaftlich schwierigen Zeiten?
7) Welche Lösungen finden die Unternehmen, um sich die Arbeit von Betriebsärzten zu ersparen?
8) Ist der Hausarzt eine wirkliche Alternative zum Betriebsarzt? Warum?
9) Wie schätzt man die Zukunftsperspektiven der Arbeitsmedizin ein?
10) Welche Arbeitsform bietet eine neue Herausforderung für die Arbeitsmediziner?

Aufgaben zur Konversation:

1.Überlegen Sie die Antworte auf die folgenden Fragen:

-Wo bereiten Sie sich auf Seminare und praktische Übungen vor? Verbringen Sie dabei viel Zeit am Arbeitstisch?

-Wie sieht Ihr Arbeitsplatz aus? Haben Sie beim Einrichten Ihres Arbeitsplatzes daran gedacht, ob Sie am Arbeitsplatz richtig sitzen?

-Wie meinen Sie, wie soll ein richtiger Arbeitsplatz aussehen?

2. Betrachten Sie die Abbildungen 5 und 6, die Regeln zum richtigen Sitzen am Arbeitsplatz darstellen:

A) Beantworten Sie die folgenden Fragen:

-Welche Objekte benötigen beim Einrichten eines richtigen Arbeitsplatzes eine besondere Aufmerksamkeit?

-Gibt es in Deutschland offiziell anerkannte Standards beim Einrichten von Arbeitsplätzen?

-Welche Charakteristiken soll der Arbeitstisch haben?

-Wie soll ein Bürostuhl sein?

-Braucht man bei der Arbeit am Tisch eine Fußstütze oder einen Fußhocker?

-Welche Anforderungen gibt es in Bezug auf die Bildschirmposition?

-Was muss man beim Platzieren von Tastatur und Maus beachten?

-Beschreiben Sie die richtige Haltung des Körpers beim Sitzen.

Abbildung 5: Richtiges Sitzen
Abbildung 6: Richtiges Sitzen

B) Vergleichen Sie die Besonderheiten Ihres Arbeitsplatzes mit den dargestellten Regeln. Erlaubt Ihr Arbeitsplatz das richtige Sitzen? Wenn er das nicht erlaubt, können Sie die Situation verbessern? Was sollen Sie dafür machen?

C) Stellen Sie sich vor: Sie haben vom Abteilungsleiter die Aufgabe bekommen, aufgrund der gegebenen Abbildungen einen kurzen Merkzettel zum Thema „So sitzen Sie richtig“ für alle Abteilungsmitarbeiter zusammenzustellen. Versuchen Sie in einer kurzen und einprägsamen Form zu beschreiben, wie ein richtiger Arbeitsplatz aussehen soll und welche Haltung man beim Sitzen haben soll.

B2 Thema – Lesen und Besprechen

Rund um die Firma

Formen und Typen von Unternehmen

Prinzipiell sind drei Arten der Rechtsform zu unterscheiden: Einzelunternehmen, Personengesellschaft und Kapitalgesellschaft. Charakteristisch für Einzel- und Personengesellschaften ist, dass die Gesellschafter für die Schulden ihres Unternehmens in voller Höhe auch mit ihrem Privatvermögen haften. Außerdem sind Inhaber von Einzel- und Personengesellschaften und Geschäftsführer stets identisch, während Kapitalgesellschaften Eigentum und Geschäftsleitung trennen dürfen.

Rechtsformen für Ein-Personen-Gründungen sind:

1) Einzelunternehmen,

2) Ein-Personen-GmbH oder Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt),

3) Ein-Personen-AG.

Wie oben gesagt, haften solche Unternehmer mit ihrem gesamten Vermögen. Dieses Risiko können Sie aber durch Versicherungen teilweise absichern.

Zu den Personengesellschaften zählen die:

1) Gesellschaft des bürgerlichen Rechts (GbR),

2) Kommanditgesellschaft (KG),

3) Offene Handelsgesellschaft (OHG),

4) Partnerschaftsgesellschaft (PartG),

5) GmbH & Co. KG.

Die Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist in eine Vereinigung von mindestens zwei Gesellschaftern (natürlichen oder juristischen Personen oder Personengesellschaften), die sich durch einen Gesellschaftsvertrag gegenseitig verpflichten, die Erreichung eines gemeinsamen Zwecks in der durch den Vertrag bestimmten Weise zu fördern, insbesondere die vereinbarten Beiträge zu leisten. Eine Gesellschaft bürgerlichen Rechts ist demnach eine Personengesellschaft. Als nichtkaufmännische Gesellschaft führt sie keine Firma im eigentlichen Sinne. Beispiele für GbR sind Zusammenschluss von Freiberuflern zu einer Gemeinschaftspraxis bzw. Sozietät, Zusammenschluss von Bauunternehmen zur gemeinsamen Durchführung eines Bauvorhabens u.a. Die Haftung ist in der Regel gesamtschuldnerisch, d. h. im Außenverhältnis muss der einzelne Gesellschafter zunächst für alle Schulden der GbR auch mit seinem Privatvermögen haften, im Innenverhältnis kann er dann in der Folge das Geld wieder von seinen Mitgesellschaftern verlangen.

Die OHG ist eine Rechtsform für Kaufleute, die gemeinsam ein kaufmännisches Gewerbe betreiben möchten. Für Schulden der Gesellschaft haftet jeder Gesellschafter neben seinem Gesellschaftsvermögen auch mit seinem Privatvermögen, und zwar in unbeschränkter Höhe.

Kommanditgesellschaft unterscheidet sich von einer OHG im Wesentlichen dadurch, dass bei einem oder mehreren Gesellschaftern die Haftung gegenüber Gläubigern auf einen genau bezifferten Geldbetrag – der auch in das Handelsregister eingetragen wird – beschränkt ist. Die voll haftenden Gesellschafter werden „Komplementäre“, die beschränkt haftenden „Kommanditisten“ genannt.

Von einer GmbH & Co. KG ist die Rede, wenn eine GmbH Gesellschafterin einer KG ist. Das Modell wird häufig dann verwendet, wenn keiner der Kommanditisten die Position des persönlich haftenden Gesellschafters übernehmen will.

Die Haftungsbeschränkung ist je nach Branche ein wichtiger Grund für die Wahl einer Kapitalgesellschaft. Die Gesellschafter bzw. Aktionäre haften für geschäftliche Aktivitäten – mit Ausnahmen – nur in Höhe ihrer Einlage. Auch die notwendige Kapitalbeschaffung spielt eine Rolle. Gesellschafter bzw. Aktionäre beteiligen sich mit ihrem Kapital, ohne in der Geschäftsführung hineinzureden. Zu den Kapitalgesellschaften gehören: die

1) Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH),

2) GmbH-Variante: Unternehmergesellschaft (haftungsbeschränkt),

3) Aktiengesellschaft (AG),

4) sowie die britische Private Company Limited by Shares (Ltd.)

Die GmbH ist keine Personengesellschaft, sondern eine Kapitalgesellschaft. Das heißt, nicht Sie als Person, sondern die Gesellschaft haftet. Das ist der größte Vorteil der GmbH. Das Gesetz schreibt ein Mindestkapital von 25.000 € vor, wovon schon bei der Gründung von allen Gesellschaftern zusammen mindestens die Hälfte einzuzahlen ist. Die Haftung der GmbH entspricht der Höhe der Kapitaleinlagen.

Die AG ist die typische Rechtsform für Großunternehmen, die ihren Kapitalbedarf über den Kapitalmarkt decken wollen. Leitbild des Aktiengesetzes ist die börsennotierte Aktiengesellschaft mit gestreutem und damit anonymem Aktionärskreis. Aktiengesellschaften sind durch das Aktiengesetz relativ strengen Regeln unterworfen. Für die Gründung einer AG brauchen Sie allein als Grundkapital 50.000 Euro.

Quelle:
www.ruv.de/de/r_v_ratgeber/unternehmen/management/wahl_der_rechtsform.jsp#faq0_5
www.existenzgruender.de/selbstaendigkeit/vorbereitung/gruendungswissen/rechtsform/06/index.php
http://de.wikipedia.org/wiki/GbR

Fragen zum Text:

  1. Welche Arten von Rechtsformen können Sie nennen?
  2. Welche Besonderheiten haben Einzel- und Personengesellschaften?
  3. Wie kann man die Haftungsrisiken von Einzelgesellschaften teilweise senken?
  4. Nennen Sie die verbreitesten Formen von Ein-Personen-Gründungen.
  5. Wie heißen die verbreitesten Formen von Personengesellschaften?
  6. Was bedeutet die Abkürzung „GbR“? Was ist für diese Rechtsform typisch?
  7. Wer kann eine OHG gründen? Welche Eigenschaften hat diese Rechtsform?
  8. Beschreiben Sie die Besonderheiten einer Kommanditgesellschaft. Welche Formen kann sie haben?
  9. Wer sind „Komplementäre“ und „Kommanditisten“?
  10. Wodurch unterscheidet sich eine Kapitalgesellschaft von Einzel- und Personengesellschaften?
  11. Nennen Sie die verbreitesten Formen von Kapitalgesellschaften?
  12. Charakterisieren Sie eine GmbH. Worin liegen ihre Vorteile?
  13. Was ist für eine AG typisch?
  14. Welche Verhältnisse gibt es zwischen Inhaber und Geschäftsführung in verschiedenen Arten von Rechtsformen?

Aufgaben zur Konversation:

1.Betrachten Sie die folgenden Tabellen, die die Unternehmensarten nach ihrer Größe darstellen. Sie zeigen die Einteilungen von Kommission der EU (Abbildung 2) und vom Institut für Mittelstandsforschung Bonn (Abbildung 3):

A) Welche Arten von Unternehmen werden in den Tabellen dargestellt? Vergleichen Sie die Angaben der Tabellen und beschreiben Sie die dargestellten Formen. Was können Sie anhand dieser Angaben über die Großunternehmen sagen?

B) Überlegen Sie, welche Rechtformen den genannten Unternehmensgrößen passen?

Abbildung 2: Unternehmen nach ihrer Größe
Abbildung 3: Unternehmen nach ihrer Größe
(Aus: de.wikipedia.org/wiki/Kleine_und_mittlere_Unternehmen)

2. Sehen Sie sich die Liste von 10 größten deutschen Unternehmen aus dem Jahr 2010 an und lesen Sie anschließend einen kleinen Kommentar zur Tabelle (*) (Abbildung 4):

A) Beantworten Sie die folgenden Fragen:

  • Welche Unternehmen werden in der Liste präsentiert?
  • Welche Charakteristiken der Unternehmen werden in der Liste gezeigt?
  • Welches Kriterium spielt bei der Vorbereitung der Liste eine besonders wichtige Rolle?
  • Aus welchen Branchen kommen die meisten Unternehmen?
  • Welches Unternehmen ist das umsatzstärkste?
  • Haben die umsatzstärkeren Unternehmen immer den höheren Gewinn?
  • Welches Unternehmen beschäftigt die meisten Mitarbeiter?

B) Wählen Sie ein Unternehmen aus der Liste und beschreiben Sie es nach allen gegeben Kriterien.

Abbildung 4: die größten deutschen Unternehmen*

* Die Rangfolge richtet sich nach der jährlich von der Süddeutschen Zeitung in der Liste „Top 100 in Deutschland“ veröffentlichten 100 umsatzstärksten Unternehmen (ohne Banken und Versicherungen). Die Veröffentlichung erfolgte in der Ausgabe Nr. 186 vom 13./14./15. August 2011. Aufgeführt sind auch der Hauptsitz, der Nettogewinn, die Anzahl der Mitarbeiter, der Börsenwert und die Branche. Die Zahlen sind in Millionen Euro angegeben und beziehen sich auf das Geschäftsjahr 2010, für den Marktwert auf den Börsenkurs vom 31. Dezember 2010.

(Aus: http://de.wikipedia.org/wiki/Liste_der_gr%C3%B6%C3%9Ften_Unternehmen_in_Deutschland)

C) Suchen Sie im Internet die Informationen darüber, welche Positionen die größten deutschen Unternehmen auf der internationalen Ebene einnehmen. Auf welchen Stellen liegen in den internationalen Ranglisten?

D)Wählen Sie ein bekanntes deutsches Unternehmen, das nicht zu den 10 größten Unternehmen gehört. Finden Sie die Angaben über seine Umsatz- und Gewinnhöhe, Zahl der Beschäftigten etc. Bereiten Sie einen kurzen Vortrag über dieses Unternehmen vor.

B2 – Lesen und Besprechen

Grüßen und Vorstellen in Deutschland

Der in Deutschland allgemein übliche, höfliche Gruß an einen beliebigen Mitmenschen lautet „Guten Tag“, den man den ganzen Tag über aussprechen kann. Dem „Guten Tag“ kann man, sofern man die Person gegenüber kennt, ein „Guten Tag, Herr Müller“ oder ein „Guten Tag, Frau Meier“ hinzufügen.

Morgens wünscht man auch „Guten Morgen“, abends wünscht man auch „Guten Abend“. „Gute Nacht“ sagt man eher selten und in der Regel nur dann, wenn sich jemand verabschiedet und man dieser Person einen guten Schlaf wünschen möchte.

Regional gibt es beim Grüßen auch Unterschiede: Im süddeutschen Raum trifft man häufig auch auf das „Grüß Gott“. Auch wenn Sie selbst nicht an Gott glauben: Es ist absolut unhöflich, diesen Gruß mit einer Bemerkung wie „Ja, mach ich, wenn ich ihn sehe“ oder ähnlichem zu erwidern. Bedenken Sie bitte, dass für viele Menschen dieser Gruß ganz normal ist, und dass dieser Mensch vielleicht sogar genau so wenig an Gott glaubt wie Sie, aber im Regelfall jetzt sicher nicht als Erstes mit Ihnen in einen Diskurs über religiöse Fragen eintreten möchte.

Weitere regionale Grüße sind zum Beispiel im österreichischen Raum das „Servus“. In der Schweiz, Österreich und in Altbayern gibt es die Gruß-Formel „bhüeti!“ oder „bhüeti Gott!“ („behüte dich Gott!“), in Österreich und Altbayern „pfüet di!“, „pfiat di!“ oder „pfiat di Gott!“ ausgesprochen. Parallel dazu auch „pfiat ina (Got)!“ („behüte Sie Gott!“), und „pfiat eich (Got)!“ bzw. „pfiat enk (Got)!“ („behüte euch Gott!“). In der Schweiz trifft man auch das „Grüezi“. Im Lötschental und im Goms (Kanton Wallis, Schweiz) wechselt der Gruß gleich viermal: Von Frühmorgens bis etwa 8 Uhr gilt „Güätu Morgu!“, danach bis um Mittag „güät Tag wohl!“. Nach dem Mittagessen bis ca. 20 Uhr wird man mit „Güätu Aabu!“ begrüßt. Später gilt „Güät Nacht wohl!“. Das hessische „Ei Gude, wie?“ heißt übersetzt ungefähr soviel wie „Sieh an, da kommst Du guter Mensch, wie geht es Dir?“.

In Berlin ist morgens ein schlichtes „Mojen!“, tagsüber „Tach!“ und zur Abendszeit „Abend!“ (oder auch „’n Abend!“ für „einen schönen guten Abend!“) gebräuchlich. Die standarddeutschen („hochdeutschen“) Begrüßungsformeln finden allerdings auch hier immer breitere Anwendung.

Im norddeutschen Raum trifft man das „Moin, Moin“ oder „Moin“ („Moin“ bedeutet dabei nicht Guten Morgen).

Das „Hallo“ ist eigentlich ein persönlicher Gruß unter Freunden. In Bereichen, wo die Kommunikation relativ schnell erfolgen soll, etwa bei E-Mails, gilt das Hallo nicht als unhöflich, beim Erstkontakt oder seltenen Kontakten mit Geschäftspartnern sollte jedoch das aus dem Briefverkehr übliche „Sehr geehrte Frau Schulze“ oder „Sehr geehrter Herr Meier“ oder „Sehr geehrte Damen und Herren“ benutzt werden. Das „Hallo“ können Sie bei E-Mails auch benutzen, wenn Sie nicht wissen, wie Sie die Person anreden sollen, z.B. bei Vornamen, die sowohl männlich als auch weiblich sein können (Bsp.: Andrea ist in Deutschland ein weiblicher Vorname, wird aber in Italien als männlicher Vorname verwendet).

Beim Verabschieden sagt man „Auf Wiedersehn“. In Mittel- und Norddeutschland verbreitet (und sich zunehmend auf Süddeutschland ausdehnend) ist „Tschüss!“ oder „Adschüs!“, im Rheinland „Tschö!“.

Manche Grüße gelten sowohl für die Begrüßung wie auch für die Verabschiedung, so kann „Guten Abend!“ lokal auch bedeuten, dass man dem Gegrüßten bei der Verabschiedung eine gute Nacht wünscht. Ein weiteres Beispiel ist in Bayern und Österreich „Servus!“, das sowohl für die Begrüßung als auch für die Verabschiedung gebraucht wird.

Quelle:
https://de.wikibooks.org/wiki/Umgangsformen:_Grüßen_und_Vorstellen
http://de.wikipedia.org/wiki/Gru%C3%9F

Fragen zum Text:

  1. Welche Grußformel kann man in Deutschland in den meisten Situationen gebrauchen?
  2. Wie grüßt man in Deutschland zu verschiedenen Tageszeiten?
  3. Darf man die Formel „Gute Nacht!“ bei der Begrüßung einer Person verwenden?
  4. Welche Grußformeln verwendet man in verschiedenen Regionen Deutschlands?
  5. Welche Grußformeln trifft man in Österreich und in der Schweiz?
  6. Wie viel Mal pro Tag wechselt sich der Gruß in Lötschental und im Goms?
  7. In welchen Situationen darf man den Partner mit „Hallo“ begrüßen?
  8. Welche Gruß- und Anredeformeln gebraucht man in der schriftlichen Kommunikation?
  9. Was sagt man beim Verabschieden?
  10. Welche Formeln eignen sich sowohl für die Begrüßung, als auch für die Verabschiedung?
  11. Wie meinen Sie, welche Formeln darf man im geschäftlichen Umfeld gebrauchen?

Aufgaben zur Konversation:

Betrachten Sie den Muster-Informationsbrief aus einer Begrüßungsmappe (Abbildung 1):

1.Überlegen Sie: In welcher Situation wird solch eine Begrüßungsmappe vorbereitet? Wer kann sie bekommen?

  • Überlegen Sie:
  • Wer hat die Begrüßungsmappe vorbereitet?
  • Zu welchen Zwecken wurde die Begrüßungsmappe zusammenstellt?
  • Welche Informationen enthält die Begrüßungsmappe?
  • Enthält der Informationsbrief irgendwelche guten Wünsche oder Einladungen zur Veranstaltungen?
  • Analysieren Sie die Struktur und sprachliche Form des Informationsbriefs:
  • Welche Teile enthält der Brief?
  • Werden einige Briefteile mit Hilfe von Klischees formuliert?
  • Ist der allgemeine Ton des Briefs offiziell und sachlich oder ist er eher locker? Welche sprachlichen Elemente zeugen davon?
  • Betrachten Sie die weiteren Auszüge aus der Begrüßungsmappe (Auszug 1 und Auszug 2):
  1. Welche Informationen kann man in den Auszügen finden?
  • Beantworten Sie die folgenden Fragen:
  • Welches Ziel hat die Unternehmensveranstaltung?
  • Welche Themen stehen auf dem Programm?

Schreiben für TestDaF

Grafik Schreiben

Woher die Grafik stammt aus:
Die Grafik mit dem Titel “ Zeitaufwand für den Ferienjob und Art des Ferienjobs der
Studierenden in Deutschland “ wurde vom Statistischen Bundesamt im Jahr 2006 veröffentlicht. Sie informiert uns über die Situation von Ferienjobs von Studierenden im Jahr 2004.

Dabei sind zwei Jobarten ausgenommen, nämlich fachbezogener Job und einfacher Job. Die Untersuchung wurde unter deutschen Studierenden und ausländischen Studierenden durchgeführt. Auf den ersten Blick sieht man den Unterschied von Zeitaufwand. Durchschnittlich arbeiten ausländische Studierende 376 Stunden im Jahr und deutsche Studierende nur 264 Stunden. Bei genauer Betrachtung sieht man ,dass auch der Anteil von Jobarten bei beiden Gruppen unterschiedlich ist. Mit 61% ist der Anteil vom fachbezogenen Job bei deutschen Studierenden höher als bei ausländischen Studierenden. Besonders auffällig ist, dass der Anteil vom einfachen Job bei ausländischen Studierenden viel höher als bei deutschen Studierenden. Zusammenfassend lässt sich feststellen,dass sich die ausländischen Studierenden mehr um ihre Studienfinanzierung kümmern müssen.

verschiedene Meinungen

Über die Grafik gibt es zwei unterschiedliche Meinungen. Die einen sind der Behauptung, dass sich der Ferienjob nur auf Finanzierung beziehe, deshalb sei die Art des Ferienjobs unwichtig. Im Gegensatz vertreten die anderen den Aspekt, dass die Studierenden durch einen Ferienjob nicht nur Geld verdienen. Auch Erhöhung von ihrer Fähigkeit und Fertigkeit spielt dabei eine Rolle. In diesem Sinne sollten sie einen fachbezogenen Job aufnehmen.

Meine Meinung

Ich bin der Auffassung, dass der Ferienjob am besten fachbezogen sein soll. Zwar können die Studierenden durch Ferienjob beider Arten ihr Studium finanzieren, aber der einfache Job kann nicht zur Verbesserung ihrer Fachkenntnisse beitragen. Im Gegensatz dazu können sie ihre Leistungen an der Universität erhöhen, wenn sie einen fachbezogenen Job aufnehmen. Nebenbei können sie auch besser verdienen. Außerdem sind sie wettbewerbsfähiger auf dem Arbeitsmarkt, wenn auslänische Studierende deutsche Sprache beherrschen. Schließlich spielen Fachkenntnisse die zentrale Rolle bei der Suche nach einer Arbeit.

Heimat

In mein Heimatland gibt es auch dieses Phänomen. So viel ich weiß, nehmen viele Studierende normalerweise einfachen Job, um ihr Studium zu finanzieren, z.B. Job im Imbiss oder auf dem Wochenmarkt. Nur wenige Studierende haben Möglichkeit, einen fachbezogenen Job zu finden. Wie das Problem gelöst werden kann, muss man noch darüber nachdenken.

Redemittel für Diskussionen – Niveau: B2/C1

sich zu Wort melden

· Dürfte ich etwas dazu sagen?
· Entschuldigung, ich würde gern etwas dazu sagen.
· Zu diesem Punkt möchte gern Folgendes anmerken.
· Ich würde gerne eine Bemerkung zu diesem Thema machen.

etwas betonen

· Das Entscheidende ist für mich, ob / dass …
· Eines möchte ich nochmals unterstreichen: …
· Das Wichtigste ist für mich, dass ….
· Er erscheint mir in diesem Zusammenhang besonders wichtig, dass …
· Ich würde gern noch einmal auf den Punkt eingehen, der mir besonders wichtig ist: …
· Ich kann nur immer wieder betonen, dass …

Beispiele oder Belege anführen

· Ich verweise nur auf …
· Denken Sie nur an …
· Dies kann man bei / in … nachlesen.
· Ich beziehe mich dabei auf unsere Vereinbarung vom …

auf etwas bereits Gesagtes zurückkommen

· Darf ich noch einmal auf … zurückkommen?
· Ich würde gerne noch einmal den Gedanken von Herrn/Frau … aufgreifen?
· Ich möchte noch einmal auf das / etwas zurückkommen, was Sie eingangs / vorhin gesagt haben.

sich korrigieren

· Darf ich kurz etwas richtig stellen?
· Ich habe mich eben vielleicht nicht ganz klar / korrekt ausgedrückt, – –
. Lassen Sie es mich noch einmal anders formulieren: …
· Ich habe vorhin gesagt, dass … Das war vielleicht etwas missverständlich formuliert. Ich wollte eigentlich Folgendes sagen: …

sich gegen unfaire Angriffe zur Wehr setzen

· Das geht jetzt aber nun wirklich zu weit / unter die Gürtellinie.
· Könnten Sie bitte diese persönlichen Angriffe unterlassen?
· Ich verbitte mir diese Unterstellungen.
· Jetzt vergreifen Sie sich aber wirklich im Ton.

sich gegen eine Unterbrechung wehren

höflich
· Bitte lassen Sie mich kurz noch meinen Gedanken zu Ende führen!
· Geben Sie mir bitte noch .einige Sekunden!
· Einen Augenblick bitte, darf ich das noch eben abschließen?
· Einen Moment Geduld bitte, ich bin gleich fertig.
· Gleich, bitte noch einen Moment.
sehr bestimmt
· Könnten Sie mich bitte aussprechen lassen?
· Darf ich das bitte erst einmal zu Ende führen?

einer Meinung zustimmen

· Ich bin da völlig / ganz Ihrer Meinung.
· Ich gehe (da) völlig „d’accord“ mit Ihnen.
· Dem kann ich nur voll zustimmen.
· Ich teile (in diesem Punkt) voll und ganz Ihre Meinung.
· Das ist eine gute Idee.
· Das sehe ich ganz genauso.
· Das ist auch meine Erfahrung, denn …
· Ja, genau.

widersprechen

sehr höflich
· Erlauben Sie mir, dass ich Ihnen widerspreche.
· Ihre Ansicht in allen Ehren, aber…
· Könnte es nicht vielleicht eher so sein, dass …
· Ich kann mich dem nicht so ganz anschließen.
· Tut mir Leid, aber da bin ich etwas anderer Meinung.
freundlich/ normal
· Ich teile Ihre Ansicht nicht so ganz, da …
· Da habe ich doch so meine Bedenken.
· Ich glaube, Sie haben da etwas übersehen.
· Ich sehe das (etwas) anders, denn …
· Für mich stellt sich das etwas anders dar.
· So kann man das meiner Meinung nach nicht sagen.
· Dem kann ich nicht zustimmen.
· Finden Sie nicht, dass….?
· Da bin ich etwas skeptisch.
· Mir erscheint das etwas fraglich.
massiv
· Da bin ich aber ziemlich / ganz anderer Meinung.
· Das finde ich nun gar nicht, denn …
· Ihre Argumente überzeugen mich nicht, weil …
· Entschuldigung, aber das sehe ich ganz anders.
· Das überzeugt mich nicht.
· Da muss ich Ihnen wirklich / deutlich widersprechen.
· Glauben Sie wirklich, dass ….
· Ganz im Gegenteil.
· Ich kann mir nicht vorstellen, dass …
barsch
· Das kann doch nicht Ihr Ernst sein.
· So kann man das nun wirklich nicht sagen
· Das meinen Sie doch hoffentlich nicht im Ernst?
· Das entbehrt nun jeder Logik.

Einwände oder Zweifel äußern

· Sie haben zwar Recht, aber ich meine trotzdem, dass …
· Ich verstehe, was Sie sagen, aber …
· Das stimmt zwar, aber …
· Ihr Vorschlag ist nicht schlecht, aber …
· Auf der einen Seite / Einerseits stimme ich Ihnen zu, wenn Sie sagen,
dass …, aber auf der anderen Seite / andererseits sollte man nicht außer
Betracht lassen, dass …
· Ich verstehe, dass …, aber …
· Man sollte jedoch bedenken, dass …
· Ja, aber ich möchte doch darauf bestehen dass…
· Da wäre ich mir nicht so sicher, ob…
· So ganz überzeugend finde ich Ihr Argument nicht.
· Mir bleiben da doch noch so einige Zweifel.

eigenes Verständnis sichern

· Sie meinen / finden also, dass …
· Also, Sie haben gesagt, dass … Habe ich Sie da richtig verstanden?
· Habe ich Sie richtig verstanden: …?
· Wenn ich Sie richtig verstanden habe, vertreten Sie die Auffassung, dass
… Ist das so korrekt?
· Könnten Sie das Letzte vielleicht noch einmal mit anderen Worten
wiederholen?
· Es ist mir noch nicht klar, was Sie meinen, wenn Sie sagen, dass …
· Könnten Sie mir kurz erklären, was Sie unter “…“ verstehen?
· Sie sagten gerade: „….“ Könnten Sie das vielleicht kurz erläutern?

nachfragen

· Darf ich Ihnen direkt dazu eine Frage stellen: …?
· Erlauben Sie eine Zwischenfrage ?
· Ich hätte eine Frage, bitte: …?
· Darf ich kurz nachfragen: …?

jemanden unterbrechen

· Da muss ich aber jetzt doch kurz einhaken.
· Entschuldigung, darf ich Sie kurz unterbrechen?
· Tut mir Leid, wenn ich Sie unterbreche …

etwas ergänzen / differenzieren

· Ich würde gern noch etwas dazu ergänzen: ..
· Ich würde dazu gern noch etwas ergänzen: …
· Darf ich dazu Folgendes ergänzen: …
· Ich möchte Folgendes hinzufügen: …
· Ich denke, da müssen wir Folgendes unterscheiden: …
· Ich würde das gern etwas genauer erläutern: …
· Das scheint mir zu wenig differenziert.
· Ich würde gern noch einen anderen Punkt ansprechen: …
· Darf ich noch auf etwas anderes kommen? …

etwas zum weiteren Prozedere vorschlagen

· Ich denke, wir kommen so nicht weiter. Was halten Sie von folgendem Vorschlag / folgender Vorgehensweise? …
· Wir drehen uns jetzt im Kreis. Vielleicht sollten wir uns zunächst einmal darüber unterhalten, ob / wie …
· Bei diesem Punkt kommen wir anscheinend nicht weiter. .Vielleicht belassen wir es im Augenblick (einfach) dabei, und wenden uns erst einmal der Frage zu, ….

eine Lösung aushandeln

· Wie wäre es, wenn …
· Was würden Sie von folgender Lösung halten?
· Das ist ein guter Vorschlag.
· Lassen Sie uns Folgendes vereinbaren: …
· Ich sehe, Sie sind nicht dagegen , dass …, also können wir …
· Darauf könnten wir uns vielleicht einigen.
· Was würden Sie von folgender Lösung halten: …?

Verben mit Präpositionen

etwas sagen zu (+ D)
etwas anmerken zu (+ D)
eine Bemerkung machen zu (+ D)
eingehen auf (+ A)
verweisen auf (+ A)
sich beziehen auf (+ A)
sich einigen auf (+ A)
zurückkommen auf (+ A)
zu sprechen kommen auf (+A)
bestehen auf (+ D)
denken an (+ A)

etwas nachlesen bei (+ D)
etwas belassen bei (+ D)

Verben mit Akkusativergänzung

etwas

  • unterstreichen
  • betonen
  • aufgreifen
  • ansprechen
  • richtig stellen
  • formulieren
  • ergänzen
  • hinzufügen
  • vertreten
  • erläutern
  • in Betracht ziehen
  • außer Betracht lassen
  • zu Ende führen
  • abschließen

jdn. aussprechen lassen
jdn. unterbrechen

Verben mit Dativergänzung

jdm. widersprechen
jdm. zustimmen
sich jdm./einer Sache anschließen
sich jdm./einer Sache zuwenden

Quelle: wirschaftsdeutsch.de

Thema für TestDaF – Schreiben und Sprechen

Thema für TestDaF – Auto 

Mit der Entwicklung des Lebensstandards können sich immer mehr chinesische Durchschnittsfamilien ein eigenes Auto leisten. 

Ein eigenes Auto bietet mehr Bequemlichkeit und Mobilität. 

Wenn man ein eigenes Auto besitzt, ist man nicht mehr auf den öffentlichen Verkehr angewiesen. 

Mit dem eigenen Auto kann man fahren, wohin man möchte und seine freie Zeit dadurch genießen, dass man einen Ausflug aufs Land oder an den Strand macht.  

Jetzt werden immer mehr Autos produziert und gekauft, was dazu führt, dass die Atmosphäre verunreinigt und immer mehr Abgase in die Luft abgegeben werden, wo unter die Gesundheit der Menschen leidet. 

Tatsächlich hat die gestiegene Zahl von Privatautos Verkehrsstaus zur Folge. 

Es ist schwer zu sagen, ob es in China sinnvoll ist, ein eigenes Auto zu kaufen, aber der Wunsch nach Bequemlichkeit und Selbstständigkeit bleibt immer.  

Bei uns in China legt man großen Wert auf die Autoindustrie, weil sie viele Arbeitsplätze schafft. Der Auto-Export kann viele Devisen einbringen. Und das Auto ist ein Statussymbol, fast jeder streibt danach, ein Auto zu kaufen.

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